Untersuchungen

Hürden für den neuen Stadtteil

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Der neue Stadtteil muss einige Hürden überwinden.

Flora und Fauna:Bei den Untersuchungen für einen neuen Stadtteil im Nordwesten Frankfurts sind, wie Planungsamtleiter Martin Hunscher am Freitag bei der Vorstellung der ersten Ergebnisse sagte, keine streng geschützten Arten entdeckt worden. 67 geschützte Vogelarten seien aber vorgefunden worden. Deren Vorkommen konzentriere sich auf die bereits geschützten Räume an den Bächen und die Nordweststadt.

Lärm:Größte Lärmquellen in dem Gebiet sind nach den Untersuchungen die Autobahn 5, die das Areal durchtrennt, eine Asphaltrecyclinganlage, ein Hühnermastbetrieb und ein Umspannwerk. Damit die neuen Anwohner nachts höchstens 60 dB (A) ertragen müssen, sind den Untersuchungen nach Abstände der Wohnbebauung von 120 bis 200 Metern zur Autobahn, 280 Metern zur Asphaltanlage, 180 Metern zum Hühnerhof und von 70 Metern zum Umspannwerk nötig. Die geplante teilweise Überdeckelung der Autobahn und ein 200 Meter breiter Streifen entlang der Autobahn, der nicht für Wohn- aber etwa für Gewerbegebiete genutzt werden kann, sollen auch zu einer Reduzierung des Lärms beitragen.

Stromtrassen:Höchstspannungsleitungen verlaufen parallel zur Autobahn 5, Hochspannungsleitungen durchqueren das Areal westlich der Autobahn. Zur Wohnbebauung ist, wie Planungsdezernent Mike Josef (SPD) aus den Untersuchungsergebnissen zitierte, ein Abstand von 100 bis 150 Metern nötig. Entlang der Autobahn soll ohnehin ein Schutzstreifen von 200 Metern nicht mit Wohnungen bebaut werden.

Verkehr:Eine gute Anbindung an das Schienennetz ist zumindest geplant. Bisher gibt es die S-Bahn-Station Steinbach/Weißkirchen. Über die Regionaltangente West werden Fahrgäste von dieser Haltestelle aus unter anderem schnell zum Industriepark Höchst, zum Flughafen und nach Bad Homburg gelangen. Die U7 könnte bis Steinbach verlängert werden. Der Autoverkehr kann nach den Untersuchungen im nördlichen Bereich über die Rosa-Luxemburg-Straße, im südlichen über eine Verlängerung der Ludwig-Landmann-Straße abgewickelt werden. Man sei also nicht auf die Verkehrsinfrastruktur von Steinbach, Eschborn und Oberursel angewiesen, hieß es.

Klima:Kaltluft aus dem Taunus erreicht nach Ergebnissen der Untersuchungen in 15 bis 20 Metern Höhe über die Bachauen und die Mulde die Nordweststadt, die stark von dieser Abkühlung profitiert. Ein Kaltlufteffekt dieser Winde für die Frankfurter Innenstadt sei aber nicht nachweisbar.

Eigentümerstruktur:Die Untersuchungen in diesem Bereich sind noch nicht abgeschlossen. Hunscher sprach von mehreren 100 Eigentümern. Erste Gespräche über deren Mitwirkungsbereitschaft liefen bereits. Vom Gesamtareal sind, wie es am Freitag hieß, etwa 40 Prozent in städtischer Hand oder gehören stadtnahen Stiftungen. Östlich der Autobahn 5 sei dieser Anteil mit 50 bis 70 Prozent deutlich höher als westlich.

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