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Baustelle Neubau Städtisches Klinikum Höchst
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Das Klinikum Höchst. (Archivbild)

Neubau Klinikum Höchst

Frankfurt-Höchst bleibt wohl ohne Klinikapotheke

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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In der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung wird über die Vorlage zum zweiten Bauabschnitt am Klinikum Höchst entschieden. Die Apotheke wird dabei ausgelagert. Der Gesundheitsdezernent sagt warum.

Die Vorlage über den zweiten Bauabschnitt beim Neubau des Klinikums Frankfurt-Höchst wird heute in der Stadtverordnetenversammlung thematisiert. Wird sie gebilligt, wird das Klinikum ein zusätzliches Funktionsgebäude bekommen, das aber keine Klinikapotheke mehr enthalten wird. So heißt es in der Vorlage: „Räume für eine Apotheke werden künftig nicht benötigt, da die Leistung extern erbracht wird.“

In den zurückliegenden Monaten war ein Streit über die Privatisierung der Arzneizubereitung entbrannt. Attac Frankfurt sieht darin eine scheibchenweise Privatisierung des Standorts. Zudem kritisieren sie die Vorlage, die nun kurz vor der Wahl durchgepeitscht werde.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) wundert sich, wieso ein Dreivierteljahr nach dem eigentlichen Beschluss eine Diskussion entstehe. Im Sommer hätte es keine Gegenstimme gegeben, als die Pläne präsentiert wurden. Dass die Entscheidung vor der Wahl getroffen werde, liege daran, dass Monate vergehen werden, ehe die Politik wieder beschlussfähig sei. Die Planer sollten aber eine verlässliche Grundlage bekommen.

Der Beschluss vom Sommer lautete, die Apotheke extern auszuschreiben. Deshalb habe die Betreibergesellschaft sie baulich nicht eingeplant. Ein Bau würde bis zu zehn Millionen Euro kosten. Im Betrieb müsse sie aus anderen Teilen subventioniert werden, so Majer.

Grundlage der Entscheidung zur Fremdvergabe sei auch, dass der Einkauf der Leistung günstiger werde als sie selbst zu betreiben. Dem widerspricht Attac. Eine private Apotheke reiße sich offenbar darum, die Klinik zu beliefern. Offensichtlich könne damit Gewinn gemacht werden. Zudem dürften kommunale Kliniken nicht der Gewinnerzielung dienen.

Das bekräftigte Majer, allerdings müsse der Eigenanteil, den ein Krankenhaus bei Investitionen tragen müsse, erwirtschaftet werden. Dies sei bei der Apotheke nicht der Fall.

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