Justiz

Frankfurt: Hochzeit in kleinem Kreis

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Das Gericht in Frankfurt bestätigt die Corona-Abstandsregeln - auch bei der standesamtlichen Trauung.

Ein Brautpaar aus Frankfurt wird am Wochenende eine schwere Entscheidung treffen müssen. Die angehenden Eheleute werden fünf Gäste, die zu ihrer standesamtlichen Trauung kommen wollten, wieder ausladen müssen. Denn wegen der Corona-Pandemie sind im Trausaal neben Standesbeamten und Brautpaar nur zehn Gäste erlaubt – und diese Regelung ist auch rechtmäßig, wie das Frankfurter Verwaltungsgericht jetzt entschieden hat.

Die angehenden Eheleute wollen am Montag im Römer heiraten – in Begleitung von 15 Freunden und Verwandten. Die Stadt Frankfurt bat sie, die Liste zu reduzieren, dagegen wehrte sich das Brautpaar mit einem Eilantrag.

Das Verwaltungsgericht stellte aber fest, dass die Abstandsregeln auch im Trauzimmer gelten. Daran ändere auch der Mund-Nasen-Schutz nichts, den sämtliche Beteiligten tragen müssen. Zudem stehe es dem Brautpaar ja frei, die Hochzeit zu verschieben oder auf einem anderen Standesamt zu heiraten, in dem mehr Platz zur Verfügung steht. Gegen die am Freitag veröffentlichte Entscheidung können die Antragsteller Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einlegen.  

Aktenzeichen 5 L 1827/20.F

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