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Ein Blick auf den Rohbau des Turmes Eden.

Richtfest

Frankfurt: Wohnen im Weihnachtsbaum Begrünung schenkt Hochhaus am Güterplatz Spitznamen

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Immobel-Gruppe feiert Richtfest für Eden-Turm am Güterplatz. Die Fassade sollen 195.000 Pflanzen in grünen Bändern arrangiert zieren.

  • Die Rohbauarbeiten für das Hochhaus am Güterplatz sind abgeschlossen.
  • 195.000 Pflanzen schenken dem Hochhaus in Frankfurt seinen neuen Spitznamen.
  • Angepflanzt werden sollen die zahlreichen Pflanzen an der Hochhausfassade im Mai 2021.

Frankfurt – Er soll mit seiner begrünten Fassade einmal den Eingang zum Europaviertel prägen: Am Dienstag hat die Immobel-Gruppe Richtfest für den Eden Tower gefeiert. Das Bauwerk zwischen Güterplatz und dem Einkaufszentrum Skyline Plaza streckt sich über 28 Stockwerke 98 Meter in die Höhe. 263 Wohnungen sollen entstehen.

Hochhaus in Frankfurt erinnert mit seiner Bepflanzung an Garten Eden

Die Rohbauarbeiten werden nun abgeschlossen. Seit etwa zwei Monaten sind die Arbeiter auch mit Fassaden- und Innenausbau beschäftigt. In den kommenden Wochen soll eine Musterwohnung fertig werden. Außerdem möchte Immobel das Begrünungskonzept vorstellen, dem der Turm seinen klangvollen Namen „Eden“ verdankt. Die Außenhülle sollen 195 000 Pflanzen zieren. 20 Prozent der Fassade sollen begrünt sein. Die meiste Fläche ist von Balkonen eingenommen. Die Pflanzen ziehen sich in zehn grünen Bändern dazwischen. Was dem Bau einen weihnachtlichen Touch verleiht.

„Mit unserem innovativen Fassadenkonzept sind wir Vorreiter in Europa“, sagt Muriel Sam, Head of Development bei Immobel. Die Bewohner seien auf jedem Balkon auf einer Insel der Natur und Frische. Rudi op’t Roodt, Leiter der technischen Abteilung der Immobel-Gruppe, lobt, dass mit der Fassade eine Art neue Grünfläche in der Stadt Frankfurt entstehe. Und zwar an einer Stelle, an der „vorher nur ein trostloser Parkplatz lag“.

Lange Suche nach den Pflanzen für das Hochhaus in Frankfurt

Lange hat er getüftelt, welche Pflanzen in großer Höhe gedeihen. Und wie sie an Wasser und Nährstoffe gelangen. Die Bewohner sollen sich nicht darum kümmern. 15 Arten hat er zusammengestellt, etwa den kriechenden Günsel, die herzblättrige Bergenie, dazu wintergrüne Gewächse wie die Japan-Segge oder Mondsichelfarn.

Angepflanzt wird im Mai 2021. 2022 ziehen die Bewohner ein. Ein Jahr nach Baubeginn sind inzwischen mehr als 40 Prozent der Wohnungen verkauft. (Von George Grodensky)

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