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Hochhaus nahe Frankfurter Messe soll höher werden dürfen

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Von: Christoph Manus

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So soll das Grundstück des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Friedrich-Ebert-Anlage einmal aussehen.
So soll es auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Friedrich-Ebert-Anlage In Frankfurt einmal aussehen. © Meixner Schlueter Wendt

Der Magistrat will den Bebauungsplan für das Areal des früheren Polizeipräsidiums ändern. Das soll etwa ein 175 Meter hohes Hochhaus ermöglichen.

Frankfurt – Der gemischt genutzte Turm, den die Düsseldorfer Gerch Group auf dem seit 20 Jahren brachliegenden Areal des ehemaligen Frankfurter Polizeipräsidiums errichten will, soll 30 Meter höher werden können als das bisher zulässig wäre. Das sieht der Aufstellungsbeschluss für einen geänderten Bebauungsplan für das Areal an der Friedrich-Ebert-Anlage in Nähe der Messe vor, den der Magistrat jetzt dem Stadtparlament vorgelegt hat.

Die vom Investor gewünschte Höhe von 175 statt 145 für das Hochhaus, das im Blockinnenbereich des zum Teil denkmalgeschützten Polizeipräsidiums entstehen soll, scheine im Zusammenspiel mit den Hochhäusern der nahen Umgebung geeignet, „zu einem stimmigen Ensemble beizutragen“, heißt es in der Magistratsvorlage. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hatte zudem früh geäußert, ein höherer Turm wirke filigraner. Die neue Blockrandbebauung im Areal, das die Gerch Group für 212,5 Millionen Euro vom Land Hessen erwarb, soll sechsgeschossig werden.

Hochhaus auf dem Areal des früheren Frankfurter Polizeipräsidiums soll höher werden dürfen

Auf dem bisherigen Areal der Matthäuskirche, das zum größten Teil inzwischen dem Immobilienunternehmen Becken gehört, soll, wie bereits im geltenden Bebauungsplan vorgesehen, ein bis zu 130 Meter hoher Turm errichtet werden können.

Auch der neue Bebauungsplan, der im beschleunigten Verfahren erarbeitet werden soll, sieht eine gemischte Nutzung vor: mit Büros, Wohnungen, einer Turnhalle und mehr Platz für die Falkschule, Kitas, Läden und Lokalen. Die Matthäuskirche wird durch einen Neubau ersetzt. Neu ist, dass der Magistrat nun das Ziel verfolgt, dass 40 Prozent der Fläche als Wohnraum dienen. In städtebaulichen Verträgen mit den Investoren will er zudem festschreiben, dass 30 Prozent davon als geförderter Wohnungsbau entstehen müssen. Noch erarbeitet werden sollen unter anderem Konzepte zur Regenwasserbewirtschaftung im Areal sowie zur Gewinnung erneuerbarer Energien und zur Energieeffizienz. (Christoph Manus)

Das zuletzt von der Commerzbank genutzte frühere Posthochhaus am Hafentunnel im Frankfurter Gallus wird revitalisiert. Auf dem Nachbargrundstück könnte ein Wohnturm entstehen.

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