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Die Skyline wird im Westen Frankfurts weiter wachsen – mit einem alles überragenden Turm.
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Die Skyline wird im Westen Frankfurts weiter wachsen – mit einem alles überragenden Turm.

Stadtplanung in Frankfurt

Frankfurt: Wolkenkratzer mit Drehmoment auf Millenium Areal

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Ferdinand Heide plant im Europaviertel in Frankfurt ein Bürogebäude der Superlative. Ursprünglich wollte sich Donald Trump an der Stelle engagieren.

Frankfurt – Ein Frankfurter soll in Frankfurt das höchste Hochhaus Deutschlands bauen. Das ist das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs für das sogenannte Millennium Areal. Auf der Fläche zwischen Hohenstaufenstraße und Osloer Straße, auf der sich einst ein kleiner Teil des Hauptgüterbahnhofs befand, soll nach Plänen des Architekten Ferdinand Heide ein 288 Meter hoher Wolkenkratzer entstehen. Das Gebäude wäre damit fast 30 Meter höher als der Commerzbank Tower, der bisher den Titel des höchsten Hochhauses in Deutschland (und der Europäischen Union) trägt.

Die Pläne, die der 59 Jahre alte Architekt am Montag im Frankfurter Planungsdezernat vorstellte, sind durchaus spektakulär. Heide, der unter anderem für die Osthafenbrücke und mehrere Gebäude auf dem Campus Westend verantwortlich zeichnet, verschafft sich auf dem nur knapp 9000 Quadratmeter großen Grundstück durch ungewöhnliche geometrische Formen Platz zum Bauen. Der 288 Meter hohe Turm ist in sich verdreht. Durch diesen „Twist“ kommt er in den unteren Geschossen schlanker daher. Daneben ist ein weiteres, 157 Meter hohes Gebäude geplant, das in seiner Grundform dreieckig sein soll.

Frankfurt: 500 Wohnungen und Büros für 4000 Menschen entstehen in neuen Wolkenkratzern

In dem kleineren Turm sind 500 Wohnungen geplant – 200 davon gefördert. Der fast doppelt so hohe Wolkenkratzer soll Büroraum für 4000 Menschen bieten. Womöglich kann auch ein Hotel in dem Gebäude untergebracht werden. In den Akten der Stadt wird das Haus mit einer Höhe von 280 Metern geführt werden. Darüber befindet sich eine schräge Dachkonstruktion, die Planungsdezernent Mike Josef (SPD) besonders gefällt. Die Skyline werde durch den Wolkenkratzer ihr Gesicht noch einmal verändern. Und bei aller Diskussion um die Hochhauspolitik: International sei Frankfurt für seine Skyline bekannt.

Einen öffentlichen Bereich soll es in dem Turm auch geben – und zwar ganz oben. Geplant ist eine 450 Quadratmeter große Etage, „Skyhall“ genannt, mit angrenzender Aussichtsplattform im Freien. Da es dort kräftig ziehen dürfte, sieht Heides Entwurf Windräder zur Energiegewinnung vor. Fotovoltaikanlagen auf dem Turm sollen ein Viertel des Energiebedarfs im Gebäude decken.

Neuer Wolkenkratzer in Frankfurt: Skyline wird sich verändert, nur wann ist noch unklar

Zudem sind auf dem Gelände Gastronomie, Geschäfte und eine Kindertagesstätte mit einem 600 Quadratmeter großen Außenbereich vorgesehen. Durch die Nähe zum „Grand Tower“ (180 Meter) und das „One“ (191 Meter) dürfte die Skyline am Entree des einstigen Hauptgüterbahnhofs extrem kompakt wirken. Zumindest ist die vor 20 Jahren entwickelte Idee vom Tisch, dort ein 365 Meter hohes Gebäude zu errichten. Der spätere US-Präsident Donald Trump wollte es bauen, doch nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und der Finanzkrise erschien die Vermarktung eines derart riesigen Turms unmöglich.

Unklar ist, wann der Wolkenkratzer fertig sein wird. Matthias Schmidt, Geschäftsführer des Projektentwicklers CA Immo, sprach vom Jahr 2030 – „im besten Fall“. (Georg Leppert)

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