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Frankfurt: Hilfe für junge Menschen bei Belästigung im Internet

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Von: Steven Micksch

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Wer Opfer von Hass im Internet wird, kann sich Hilfe beim Frankfurter Kinderschutzbund suchen.
Wer Opfer von Hass im Internet wird, kann sich Hilfe beim Frankfurter Kinderschutzbund suchen. © epd

Der Kinderschutzbund Frankfurt startet ein neues Angebot für junge Menschen. Wer im digitalen Raum belästigt, bedroht oder bloßgestellt wird, kann sich Hilfe suchen.

Cybermobbing, Belästigungen und Hate Speech im Internet – Phänomene, die jungen Menschen längst nicht mehr unbekannt sind und gerade jüngere häufig unvorbereitet treffen. Die Corona-Pandemie und all ihre Konsequenzen haben zudem dazu geführt, dass Kinder und Jugendliche deutlich mehr Zeit im Netz verbracht haben. Wie also junge Menschen im Netz schützen und sogar die Kinderrechte im digitalen Raum wahren? Eine Möglichkeit möchte der Kinderschutzbund Frankfurt mit seinem neuen Angebot „Safe im Recht“ bieten.

„Viele fühlen sich mit digitaler Gewalt alleingelassen oder trauen sich nicht, sich ihrem Umfeld anzuvertrauen“, schreibt Geschäftsführer Stefan Schäfer in einer Pressemitteilung. An dieser Stelle soll das neue digitale Angebot ansetzen. Es bietet gezielt Hilfe bei Gewalt im digitalen Raum an und dient als Ansprechpartner.

Online und offline

Junge Menschen bis etwa 21 Jahre aus dem Rhein-Main-Gebiet können sich bei Erfahrungen mit Cybermobbing, Bloßstellung, Belästigung, Bedrohung, (bildbasierter) sexualisierter Gewalt und Hate Speech im digitalen Raum, aber auch anderen altersspezifischen Rechtsproblemen – egal ob online oder offline – an die Fachstelle wenden.

Das Team der Helfenden besteht aus Anwält:innen, Rechtsreferendar:innen, Jurastudent:innen und Psycholog:innen. Hauptamtlich geleitet und koordiniert wird das Angebot von einer Juristin und einer Diplom-Psychologin. Finanziert wird das Projekt von der Crespo Foundation.

Neben der Beratungsarbeit werden Informationsformate für junge Menschen, aber auch für Eltern, Lehrer:innen oder Betreuer:innen, Trainer:innen und Jugendinstitutionen angeboten, um den Phänomenen der digitalen Gewalt begegnen und Aufklärung und konkrete Hilfe anbieten zu können. Dies könne nur durch eine umfassende Förderung von Digitalkompetenz bei der Zielgruppe ermöglicht werden, führt der Kinderschutzbund aus.

Wer möchte, kann dem Angebot auf Instagram folgen: @safeimrecht. Im Internet ist der kostenlose Hilfe-Chat unter www.safe-im-recht.de zu erreichen.

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