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Die Wohnungen in Frankfurt schwinden - die Preise steigen.

Beunruhigende Entwicklung

Miet-Albtraum Frankfurt: Die Wohnungen schwinden - die Preise steigen

Es ist keine Überraschung mehr, dennoch eine beunruhigende Entwicklung - der Wohnungsmarkt in Frankfurt lässt kein Zeichen der Entspannung sehen sondern wird immer enger für Wohnungssuchende.

Frankfurt - die ständig steigenden Wohnungspreise und der Mangel an günstigem Wohnraum sind längst zu einer erschreckenden Realität geworden und schocken mittlerweile niemanden mehr. Inzwischen ist es auch in Frankfurt ganz normal, wenn man sich bei einer Besichtigung zusammen mit hundert Anderen durch die Wohnräume schiebt und dabei versucht, irgendwie einen guten Eindruck zu machen.

Die Kunst liegt dabei, auch noch aus der Menge herauszustechen. Schwierig, wenn man sich gleichzeitig fühlt wie eine Sardine in der Dose, denn das ist eigentlich nicht das natürliche Lebensumfeld.

Frankfurt: Die Wohnungspreise steigen

Wie dpa jetzt berichtete, gibt es in Frankfurt mittlerweile kaum noch leerstehende Wohnungen. Laut einem Gutachten des Zentralen Immobilienausschusses liegt die Leerstandsquote in der Finanzmetropole unter 0,5 Prozent - der Immobilienmarkt ist quasi nicht existent. "Die Tanzfläche ist voll", heißt es aus Expertenkreisen angesichts der Zahlen.

Gleichzeitig steigen die Preise unvermindert um ganze 13,2 Prozent an. Mit Kaufpreisen von durchschnittlich 4250 Euro pro Quadratmeter liegt Frankfurt im bundesweiten Vergleich direkt hinter dem Wohnung-Alptraum München.

Auch bei Neuvertragsmieten mit 12,58 Euro pro Quadratmeter belegt Frankfurt einen Treppchenplatz hinter München (16,54 Euro) und Stuttgart (13,16 Euro). Das liegt daran, dass trotz des starken Neubaus der Wohnungsbedarf nicht ausreichend gedeckt werde, erklärte Carolin Wandzik, Geschäftsführerin  des Hamburger Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnungsforschung.

Wohnungsalptraum: Pendler zieht es ins Umland

"Allgemein ist Frankfurt unter den größten deutschen Städten besonders kräftig gewachsen", so Wandzik, "vor allem Junge wandern auf der Suche nach Jobs zu." Aber auch das Umland habe viele Einwohner gewonnen, etwa Offenbach, Kelsterbach und Hanau.

Viele Wohnungssuchende, teure Preise in der Stadt: Kein Wunder also, dass immer mehr Pendler bei ihren Wohnungskosten sparen und in das oft günstigere Umland ziehen wollen - es lohnt sich! In den benachbarten Kreisen von Frankfurt sind die Neuvertragsmieten im Durchschnitt um ein Drittel niedriger als in der Finanzstadt selbst.

Im wohlhabenden Bad Homburg erreichen diese Neuvertragsmieten bis 86 Prozent des Frankfurter Niveaus, in Birstein (Main-Kinzig-Kreis) sind sie nur noch halb so hoch (42 Prozent).  Auch Wohnungen schneiden im Umland deutlich billiger ab als in Frankfurt: Nidda erreicht dabei nur 31 Prozent des Frankfurter Niveaus, Bad Vilbel und Bad Soden bis zu 80 Prozent.

(dpa/aba)

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