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Stromzähler in Frankfurt werden digital. (Symbolbild)

Messgeräte-Austausch

Stromzähler in Frankfurt werden digital

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Alle Haushalte in Frankfurt bekommen neue Messgeräte für den Strom, analoge Zähler werden abgebaut.

Frankfurt - Die Frankfurter Stromnetzbetreiber haben begonnen, alle analogen Stromzähler in der Stadt durch digitale Messgeräte auszutauschen. Bis 2032 sollen die Mainova-Tochter Netzbetriebe Rhein-Main und die Süwag-Tochter Syna, die für Höchst, Nied, Sindlingen, Sossenheim und Unterliederbach zuständig sind, alle Stromzähler ersetzt haben. Das schreibt das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende vor. Die Umstellung auf digitale Messeinrichtungen soll unter anderem zu einer besseren Transparenz beim Stromverbrauch und dadurch nachvollziehbareren Rechnungen führen. Bisher werden nur sogenannte moderne Zähler eingebaut, die es Stromkunden etwa ermöglichen, den Stromverbrauch der vergangenen 24 Monate abzulesen.

Stromzähler: Datenerfassung per Fernabfrage 

Intelligente Strommesseinrichtungen, die deutlich mehr können, werden erst installiert, sobald mindestens drei voneinander unabhängige Unternehmen diese anbieten. Bei Süwag geht man davon aus, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein wird. Bei diesen smarten Geräten werden Kunden nicht mehr selbst den Zählerstand ablesen: Die Datenerfassung erfolgt per Fernabfrage. Die Daten würden ausschließlich für energiewirtschaftlich zwingend notwendige Anwendungen genutzt, heißt es bei Mainova. Darüber hinaus gehenden Datenübermittlungen werde es nur bei Zustimmung der Kunden geben. Die Haushalte erhalten nach Auskunft des Energieversorgers zudem eine präzise Visualisierung ihres Verbraucherverhaltens, was zu energiesparendem Verhalten motivieren könne. Auch neue Tarife seien möglich. 

Mainova geht zudem aus, dass er bessere Zustandsdaten über das Stromnetz und genauere Informationen über den Stromverbrauch und die Lastenverteilung erhält. Das diene dann der Netzstabilität und somit der Versorgungssicherheit und trage zu einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende bei. Wer einen modernen und wer einen intelligenten Stromzähler erhält, entscheiden nicht die Kunden. Haushalte mit einem Stromverbrauch von bis zu 6000 Kilowattstunden bekommen ein modernes, die anderen ein smartes Messsystem. Die Kosten für den Einbau und Betrieb trägt der Kunde oder Anlagenbetreiber. Wie hoch diese für intelligente Messeinrichtungen sein werden, kann der Energieversorger, wie es auf Anfrage heißt, noch nicht sagen. Sicher ist nur, dass sie den von der Bundesnetzagentur festgelegten Höchstbetrag von 100 Euro pro Jahr nicht überschreiten dürfen. Hinzu kommen etwa Kosten für einen neuen Zählerschrank, die ein Hauseigentümer auf die Mieter umlegen darf. 

Frankfurt: Höchstens 20 Euro im Jahr

Für moderne Zähler dürfen höchstens 20 Euro im Jahr berechnet werden. Für viele Privathaushalte wird sich laut Mainova allerdings nicht viel ändern. Der Energieversorger geht auf FR-Anfrage nicht davon aus, dass etwa die Stromrechnung für eine dreiköpfige Familie in einer Mietwohnung durch die Umstellung steigt. Bei einem üblichen Verbrauch erhalte diese schließlich ein modernes, kein intelligentes Messsystem. Ähnlich äußert sich Süwag. Die Stromtarife seien „all inclusive“, alle Steuern und Umlagen, aber auch Netzentgelte, Konzessionabgabe und die Kosten für den Messstellenbetrieb seien darin enthalten.

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