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Im September hatte die Partei Volt unter dem Motto „Europe Cares“ am Römer zu einer Spendenaktion für Flüchtlinge  in Griechenland aufgerufen - jetzt ziehen sie als Fraktion in den Römer.
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Im September hatte Volt unter dem Motto „Europe Cares“ am Römer zu einer Spendenaktion für Flüchtlinge in Griechenland aufgerufen - jetzt zieht die Partei als Fraktion in den Römer.

Kommunalwahl in Hessen

Frankfurts kleine Parteien: Volt zieht als Fraktion in den Römer ein

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Hessen hat gewählt: Die paneuropäische Partei Volt ist die Siegerin der kleinen Listen bei der Kommunalwahl in Frankfurt. Andere sind noch Wackelkandidaten für eine eigene Fraktion im Römer.

Frankfurt - Es sieht so aus, als hätten sie es aus dem Stand in den Römer geschafft: Die paneuropäische Partei Volt, die das erste Mal zur Kommunalwahl angetreten war, war nach dem Trendergebnis am Wahlabend mit 3,6 Prozent der Stimmen die stärkste unter den kleineren Wahllisten.

Die Partei hatte unter ihrer 24 Jahre alten Spitzenkandidatin Eileen O’Sullivan im ganzen Frankfurter Stadtgebiet Wahlplakate aufgehängt und auf ihnen dafür geworben, kommunalpolitische Ideen aus anderen europäischen Städten wie Wien oder Zürich umzusetzen, etwa zur Verkehrs- oder Wohnungspolitik. Nach dem Trendergebnis am Wahlabend wäre Volt sogar mit einer eigenen Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung vertreten, für die es mindestens drei Stadtverordnete braucht.

Bürger für Frankfurt verlieren bei hessischen Kommunalwahlen ihren Fraktionsstatus im Römer

Nach Verlusten sah es dagegen für die populistischen Bürger für Frankfurt (BFF) aus. Nur 2,0 Prozent im Trendergebnis bedeuteten einen deutlichen Dämpfer für die Politik der BFF, die bei der letzten Kommunalwahl 2016 noch 2,7 Prozent der Wähler:innen hatten überzeugen können. Mit dem schlechteren Ergebnis wäre auch der Fraktionsstatus verloren, was vor allem finanzielle Verluste bedeuten würde.

Frankfurter Kommunalwahl: „Die Partei“ legt zu und macht Witze über Donald Trump

Zuwächse gab es bei der Kommunalwahl in Frankfurt dagegen für die Satirepartei „Die Partei“, die laut Trendergebnis 1,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte – 2016 waren es noch 1,4 Prozent gewesen. Mit dem jetzigen Ergebnis würde Spitzenkandidat Nico Wehnemann wieder in den Römer einziehen, auch für Falko Görres von Listenplatz 2 könnte es reichen. Wehnemann war am Wahlabend schon zu Scherzen aufgelegt: „I WON THE ELECTION BY A LOT“, twitterte er am Abend im Stil des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, er habe die Wahl also mit Abstand gewonnen.

Bei die Partei Ökolinx von Jutta Ditfurth bleibt bei den Frankfurter Kommunalwahlen unter zwei Prozent

Enttäuschend war das Ergebnis am Wahlabend für Ökolinx-Antirassistische Liste und ihre Spitzenkandidatin Jutta Ditfurth: Nur 1,6 Prozent der Stimmen wies das Trendergebnis der Frankfurter Kommunalwahl aus, vor fünf Jahren hatte Ökolinx noch 2,1 Prozent erhalten. Da am Sonntag nur die Listenkreuze ausgezählt wurden, also keine Stimmzettel, bei denen die Wähler:innen Stimmen kumuliert oder panaschiert hatten, dürfte das Endergebnis von Ökolinx sich allerdings noch verbessern. Bei der Kommunalwahl 2016 hatte die Liste am Wahlabend zunächst auch nur bei 1,9 Prozent gelegen. Für eine eigene Fraktion, das erklärte Ziel von Ökolinx bei dieser Wahl, dürfte es dennoch knapp werden.

Stadtverordnete für Frankfurt würden dem Trendergebnis der Kommunalwahl zufolge auch die Freien Wähler mit 0,7 Prozent stellen. Knapp wird es für das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) mit 0,6 Prozent der Stimmen und die Gartenpartei mit ebenfalls 0,6 Prozent. Die Piratenpartei dürfte mit 0,5 Prozent ihr bisher von Herbert Förster ausgeübtes Mandat verlieren – was auch das Ende der bisherigen Fraktionsgemeinschaft der Piraten mit den Freien Wählern und der Satirepartei „Die Partei“ bedeuten würde.

Insgesamt haben dei Grünen bei der Kommunalwahl in Frankfurt wie in einigen hessischen Städten das Rennen gemacht. Wie die Ergebnisse in den anderen Städten, Gemeinden und Kreisen in Hessen aussehen ist auf der FR-Kommunalwahl-Karte verzeichnet. (Hanning Voigts)

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