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Mit einem Twitter-Post kritisierte Matteo Salvini deutsche Seenotretter. 

Einstweilige Verfügung

Frankfurter Gericht verbietet Salvini Foto-Benutzung

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Das Landgericht Frankfurt hat Italiens Innenminister die Verwendung eines Fotos verboten. Ansonsten drohe ihm ein hohes Bußgeld.

Frankfurt – Das Landgericht hat Italiens Innenminister Matteo Salvini die Verwendung eines Fotos verboten. Konkret geht es um ein Foto der Dresdner Hilfsorganisation „Mission Lifeline" auf Salvinis Twitter-Account. Sollte Salvini sich nicht an die einstweilige Verfügung halten, drohe ihm in Deutschland ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro – oder eine Haftstrafe. Eine Sprecherin des Landgerichts bestätigte eine einstweilige Verfügung vom Montag. 

Umstrittenes „Lifeline“-Foto

Das umstrittene Foto wurde von "Lifeline"-Kapitän Friedhold Ulonska gemacht. Salvini hatte am 28. Juni ein Foto von Ulonska auf Twitter veröffentlicht und in dem zugehörigen Kommentar deutsche Seenotretter kritisiert. „Matteo Salvini verwendet im Rahmen seiner Hetze gegen uns Seenotretter Fotomaterial, welches von mir aufgenommen wurde. Er hat mich nicht gefragt, ob er das darf", begründete der Kapitän in einer Mitteilung sein Vorgehen. Der Vorsitzende des Vereins "Lifeline", Axel Steier, kündigte an, vergleichbare Urheberrechtsverletzungen auch in Zukunft konsequent verfolgen zu lassen. 

marv mit dpa

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