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Manchmal wird es auch wieder laut beim Laubsammeln.

Rutschgefahr

Herbst bringt viel Arbeit für Straßenreiniger

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Das Frankfurter Entsorgungsunternehmen FES absolviert coronabedingt weiter zusätzliche Touren – auch das Laub muss wegen Rutschgefahr zeitnah gesammelt werden.

Die Stabsstelle Sauberes Frankfurt hat die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) beauftragt, die aktuell ausgeweiteten Reinigungsleistungen bis zum Jahresende fortzuführen. Angesichts der Corona-Pandemie war vor einiger Zeit vereinbart worden, dass die Straßenreiniger drei zusätzliche Reinigungstouren an den Wochenenden machen. Zudem gibt es bedarfsorientierte Reinigungen an Hotspots und eine Präsenzreinigung im Bahnhofsviertel.

Denn trotz nun kühler werdender Temperaturen sei nicht klar, ob die Menschen sich nicht weiterhin in großer Zahl versammeln, erläutert Claudia Gabriel, Leiterin der Stabsstelle Sauberes Frankfurt. „Sehr wahrscheinlich aber werden Gastronomie und Konsumenten weiter in hohem Maße auf To-Go setzen. Die Begleiterscheinungen im öffentlichen Raum dürften also vorerst bleiben“, sagt sie.

Im Herbst wird die Arbeit inmitten der Pandemie für die FES-Straßenreinigung noch intensiver. Bereits jetzt werfen die ersten Bäume ihre Blätter ab und das zu Boden fallende Laub muss zeitnah gesammelt werden. „Etwa zehn Prozent des Laubs sind aufgrund des trockenen Sommers bereits gefallen“, schätzt FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler. Kommen demnächst stürmische Tage hinzu, werden deutlich mehr Blätter auf Frankfurts Straßen landen. Bis Ende des Jahres werden seine 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Straßenreinigung zuständig sind, 3500 Tonnen Laub gesammelt haben – mit Besen und Schaufel, Laubbläsern oder Kehrmaschinen.

Das Laub einfach mal liegen zu lassen, ist für die FES keine Option. Das Unternehmen hat eine Verkehrssicherungspflicht und nasses Laub wird schnell zu einer Rutschgefahr für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radlerinnen und Radler. Bei Autos wird zudem der Bremsweg verlängert. Deswegen sind die FES-Mitarbeier in jeder Straße mindestens einmal pro Woche im Einsatz, oft auch häufiger. Urlaub wird den Reinigern jetzt übrigens nur noch in Ausnahmefällen gewährt.

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