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Frankfurt: Heilig verteidigt Wasserkonzept

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Von: Thomas Stillbauer

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Etwas Nasses braucht der Mensch - auch wo es herkommt, wird in Zukunft wichtiger.
Etwas Nasses braucht der Mensch - auch wo es herkommt, wird in Zukunft wichtiger. © christoph boeckheler*

Ein Eigenanteil bei der Förderung, wie ihn der BUND verlangt, sei „nicht möglich“. Ausführliche Stellungnahme angekündigt.

Ohne Verbundlösung gemeinsam mit dem Umland wäre eine Wasserversorgung des Rhein-Main-Gebiets nicht möglich. Mit dem Hinweis hat Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) auf die Kritik des BUND am Frankfurter Wasserkonzept reagiert. Eine Ausweitung der ortsnahen Trinkwassergewinnung in dem Umfang wie vom BUND berechnet könne Frankfurt nicht leisten.

Der Frankfurter Kreisverband der Umweltschutzorganisation hatte kritisiert, dass die Stadt im Konzept auch künftig davon ausgeht, sich lediglich zu 25 Prozent aus eigener Kraft mit Wasser zu versorgen; der Rest soll weiter etwa aus dem Vogelsberg und dem Hessischen Ried kommen. Laut BUND ließe sich der Eigenanteil unter Nutzung aller Möglichkeiten auf 47 Prozent erhöhen.

Heilig betonte, zwar sei vorgesehen, Fördermengen in den meisten Frankfurter Wasserwerken langfristig zu erhöhen. Die komplette Ausschöpfung der genehmigten Fördermengen, denen teils viele Jahre alte wasserrechtlichen Erlaubnisse zugrundelägen, sei „aus technischen Gründen und anderen Einschränkungen nicht möglich“. Viele Forderungen des BUND, etwa die Reparatur leckgeschlagener Rohre, Regenwasserzisternen und der Ausbau der Betriebswassernutzung, seien im Konzept berücksichtigt. Die Dezernentin kündigte an, auf das umfangreiche Papier des BUND (23 Seiten) werde gemeinsam mit den Versorgungsunternehmen Mainova und Hessenwasser eine ausführliche Antwort erarbeitet.

Ebenfalls in einer Vorab-Stellungnahme bezeichnete die Hessenwasser GmbH das Wasserkonzept und den Wasserwirtschaftlichen Fachplan des Landes Hessen als „erste gute Instrumente“. Eine Machbarkeitsstudie ermittele Chancen für mehr Rheinwasseraufbereitung im Hessischen Ried. Die sichere Trinkwasserversorgung sei in hohem Maß abhängig von der Infrastruktur und der nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressource: „Diese zukunftssicher zu gestalten, ist eine Generationenaufgabe.“

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