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Das Rebstockbad: Auch um seine Zukunft – nämlich einen Neubau – geht es im städtischen Bäderkonzept.

Sportdezernent

Heftiges Ringen um Bäderkonzept in Frankfurt

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Die Stadt präsentiert ihre Vorstellungen im Römer den Ortsbeiräten und Schwimmvereinen.

Nach monatelangen Diskussionen soll das Bäderkonzept der Stadt demnächst finalisiert werden. Sportdezernent Markus Frank (CDU) lädt dazu für Dienstag, 26. Februar, 18 Uhr, die Ortsbeiräte und Schwimmvereine in den Plenarsaal des Römer ein. Frank war in den vergangenen Monaten durch die 16 Frankfurter Ortsbeiräte getingelt, um das „Bäderkonzept 2025“ vorzustellen. Nun solle den Vertretern „der Stand nach dem Rundgang“ präsentiert werden, hieß es aus dem Dezernat.

Michael Ulmer, Chef der acht Frankfurter Schwimmvereine, macht keinen Hehl daraus, dass er beim Bäderkonzept Verbesserungspotenzial sieht. Die zentralen Säulen des Papiers sind die Neubauten des Panoramabads in Bornheim, des Rebstockbads und des Goethebads als Stützpunkt der Sport-Uni und der Schwimmvereine. Ulmer würde sich wünschen, dass dem Bau des Schwimmsportzentrums an der Sport-Uni in Ginnheim Vorrang vor dem Bau des Rebstockbads gewährt würde. „Wir haben Angst, dass das Rebstockbad zu teuer wird und das Goethebad dann hinten runterfällt.“

Die für den Bau des neuen Rebstockbads veranschlagten 90 Millionen Euro hält Ulmer ohnehin für zu hoch. Redebedarf sieht Ulmer auch noch bei dem jüngst von der Stadt verkündeten freien Eintritt in Schwimmbäder für Kinder unter 15 Jahren. Nach dem Vorstoß von OB Peter Feldmann (SPD) soll der Gratiseintritt ebenfalls ins Bäderkonzept übernommen werden. Das würde nicht überall positiv gesehen werden, so Ulmer.

In dem Papier nicht vorgesehen ist bislang ein neues Lehrschwimmbecken an der Ernst-Reuter-Schule. Unmut darüber hatte Frank schon im vergangenen August bei seinem Besuch im Ortsbeirat 8 zu spüren bekommen. Die acht Schulen und vier Vereine, die das Bad früher genutzt hatten, befürchten, nicht in ausreichendem Maße im noch zu bauenden Goethebad unterzukommen. Bei der Vorstellung des geplanten Leistungszentrums für die Frankfurter Schwimmer hatte es ohnehin Irritationen gegeben. Frank Müller, Geschäftsführer der Bäderbetriebe, weist daher nochmal ausdrücklich darauf hin, dass das Goethebad auf dem Sportcampus Ginnheim nicht als zentrales Bad für alle Schulen geplant sei.

Mit in das Bäderkonzept aufgenommen ist die Prüfung, ob beim Bau des Goethebads ein Zehnmeterturm realisierbar ist. Einen solchen fordern die Vereine für ihre Turmspringer, die im Winter bis nach Köln ausweichen müssen, um aus zehn Metern Höhe in ein Becken springen zu können.

Nach der sicherlich spannenden Diskussionsrunde am morgigen Dienstag soll das Bäderkonzept vor seiner Verabschiedung durch den Magistrat auch nochmal in den Umwelt- und Sportausschuss.

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