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Der Alleenring soll eine Campusmeile werden.

Campusmeile Frankfurt

Frankfurt: Ein Haus der Wissenschaften für den Alleenring

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Stadt und Institutionen wie die Goethe-Uni und die Fachhochschule haben sich auf erste Projekte für eine Campusmeile am Alleenring verständigt. Besonders in Höhe der Nationalbibliothek könnte sich viel tun.

Die Pläne für eine Campusmeile, die Goethe-Universität, Frankfurt School of Finance & Management, Deutsche Nationalbibliothek und die University of Applied Sciences (FH) entlang des nördlichen Alleenrings verbinden soll, werden langsam konkreter. Die Stadt und die Bildungs- und Forschungsinstitutionen haben sich nach eigener Mitteilung jetzt auf erste konkrete Projekte verständigt, die der Vernetzung der Einrichtungen dienen und die Campusmeile als Markenzeichen etablieren sollen. Dabei greifen sie Vorschläge eines Studierendenwettbewerbs auf.

Als ersten Schritt wollen die Partner ein Campusmeilenfest planen, bei dem sich die Einrichtungen entlang des angestrebten „Boulevards der Wissenschaft“ präsentieren können. Um der Campusmeile eine Mitte zu geben, wollen sie zudem den Bau eines offenen „Hauses der Wissenschaft“ prüfen. Dieses solle nicht nur zur Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Studierenden beitragen, sondern auch für Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Als Standort in Frage käme, wie sein Sprecher Mark Gellert am Freitag auf Anfrage bestätigte, etwa ein bisher mit einer Großtankstelle bebautes städtisches Grundstück an der Kreuzung der Adickesallee/Nibelungenallee. Das Areal ist als Erweiterungsfläche für die Nationalbibliothek ausgewiesen.

Von einem zweiten Studierendenwettbewerb, der zum Wintersemester beginnt, erhoffen sich die Bildungsinstitutionen und die Stadt nach Worten von FH-Präsident Frank Dievernich Entwürfe, „wie ein symbolträchtiges, architektonisches Zeichen aussehen könnte, das die Mitte der Meile markiert“. Dieses bewusst nicht näher definierte bauliche Symbol soll in Höhe der Nationalbibliothek Platz finden.

Die Campusmeile verbinden soll auch eine App, die das studentische Start-up „Campus Connects“ entwickelt hat. Diese soll Studierenden aller Institutionen einen geschützten Raum bieten, in dem sie sich austauschen können. Die drei Gründer stehen in Kontakt mit der Wirtschaftsförderung. Die Stadt prüft, ob sie das Vorhaben finanziell unterstützen kann.

Damit der Alleenring als Campusmeile wahrgenommen wird, muss die Stadt auch Wege finden, um den Bereich vom bisher sehr starken Verkehr zu entlasten. Eine Untertunnelung ist dabei allerdings kein Thema mehr.

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