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Frankfurt: Hauptwache für alle

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Von: Thomas Stillbauer

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Behinderten-Arbeitsgemeinschaft fordert: Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken.

In die Diskussion darüber, wie das Gebiet um die Hauptwache künftig aussehen soll, hat sich die Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG) mit Vorschlägen eingeschaltet.

Der FBAG-Fachausschuss Bauen, Wohnen, Freizeit, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sieht die Magistratspläne für die Umgestaltung des Eingangs von der Hauptwache zur B-Ebene grundsätzlich positiv – „als wichtige und unbedingt zu ergreifende Chance, aktuelle Probleme der barrierefreien Zugänglichkeit zu beheben“.

In einer Pressemitteilung betonen die Sprecher:innen Susanne Bell und Alexander Bauer aber: „Eine solche neue Anlage muss durchgängig barrierefrei nutzbar sein, im Sinne eines gleichberechtigten Zugangs entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention.“ Das sei von Beginn an zu priorisieren.

Wichtige Aspekte dabei: Zugänglichkeit und Nutzbarkeit aller Bereiche; Leitsysteme und bessere Übersichtlichkeit, etwa für Menschen mit Sehbehinderung, Lese-, sprachlichen Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten; Erschließung über Rampen und einen weiteren Aufzug; Verlängerung des Aufzugs von der U-Bahn zur Oberfläche wie in der Magistratsvorlage skizziert.

Darüber hinaus setzt sich die FBAG für ein durchgängiges Blindenleitsystem auch in der B-Ebene ein. Die Aufzüge zu den S- und U-Bahnsteigen seien an der Kapazitätsgrenze – die Erschließung des öffentlichen Nahverkehrs sei für Menschen mit Behinderung von zentraler Bedeutung. Notwendig seien größere und jeweils mehrzügige Aufzüge, damit bei einem technischen Defekt Ersatz bereitstehe. In einer Wettbewerbsausschreibung sollten alle Aspekte der Barrierefreiheit einen hohen Stellenwert erhalten, bekundet die FBAG.

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