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Der Hamburger TV-Koch Steffen Henssler hat am Hauptbahnhof Frankfurt ein Restaurant eröffnet. 

Frankfurt

„Konzept angepasst...“ - So will TV-Koch Steffen Henssler im Hauptbahnhof punkten 

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Im Hauptbahnhof Frankfurt hat TV-Koch Steffen Henssler das Restaurant „Ahoi“ eröffnet. Trotz Schnelligkeit steht auch Qualität im Vordergrund. 

Frankfurt - Den goldenen Kalle – so der Name des Backfisch-Brötchens – gibt es für 4,80 Euro. Die Portion Fish ’n’ Chips im Henssler-Style, mit feingeschnittenen roten Zwiebeln, Peperoni-Mayonnaise, Koriander und Remoulade, kostet 10,50 Euro. Der Preis mag manche zunächst abschrecken. „Also, wer sonst Fish ’n’ Chips für 3,50 Euro isst, muss sich nicht wundern, wenn ihm irgendwann ein dritter Arm wächst“, sagt TV-Koch Steffen Henssler am Donnerstag und lacht.

Dann betont der 47-Jährige: „Am Teig und der Remoulade haben wir lange getüftelt. Klar wollen die Leute, die sich hier am Frankfurt Hauptbahnhof etwas holen, sich meist schnell was reinpfeifen. Aber ich will, dass alles hier auch die Qualität hat, für die mein Name steht.“

Steffen Henssler eröffnet Restaurant „Ahoi“ im Hauptbahnhof Frankfurt

Henssler, der durch TV-Shows wie „Grill den Henssler“ bundesweit bekannt wurde, hat im Pavillon gegenüber Gleis 18 und 19 am Frankfurt Hauptbahnhof den dritten Ableger seines Restaurants „Ahoi“, das er mit seinem Bruder Peter betreibt, vor ein paar Tagen still eröffnet. Bislang sei es gut angelaufen. „Vor allem die Fischbrötchen und Sandwiches kommen sehr gut an“, sagt Henssler, der bald eine neue RTL-Show bekommt. Er selbst ist nur ab und an vor Ort. „Aber ich habe ein Qualitätsmanagement-Team, das regelmäßig aus Hamburg anreist.“

Seine Fish ’n’ Chips, die Bowls mit Sushi oder vegetarisch oder das Chicken Teriyaki mit gebackenem Hähnchen, Reis, Avocado, Mango und Edamame überzeugen beim Probieren. Der Teig ist knusprig –und alles schmeckt sehr frisch.

Fischbrötchen „to go“ bei Steffen Henssler im Hauptbahnhof Frankfurt

In Hamburg und Travemünde sind die „Ahois“ richtige Restaurants. Im Hauptbahnhof Frankfurt gibt es 30 Sitzplätze, aber die meisten würden sich hier eben etwas „to go“ holen. „Und so haben wir unser Konzept auch angepasst“, sagt Henssler. „Die Fischbrötchen gibt es nur in Frankfurt. Hier am Bahnhof herrscht ein viel größerer Zeitdruck, wenn plötzlich 30 Leute gleichzeitig aus dem Zug steigen und bestellen.“ 

Unterstützt wird Henssler vom Verkehrsgastronomie-Spezialisten SSP. Frankfurt habe er schon länger auf dem Zettel gehabt. „Es ist auch unser erstes Ahoi-Restaurant, das wirklich weit weg von Hamburg ist.“ In Hamburg besitzt er neben dem mittelpreisigen Ahoi drei weitere hochpreisigere Restaurants und zudem eine Kochschule.

Henssler findet Frankfurt auch als Stadt „richtig geil“: „Es ist nicht so weichgewaschen wie Hamburg, München und Berlin. Frankfurt ist ‚the real shit‘.“ Er besuche hier öfter seinen guten Freund, den Frankfurter Rock-Musiker Daniel Wirtz. „In Frankfurt ist immer was los, die Leute feiern gerne.“

Steffen Henssler denkt über weiteres Restaurant in Frankfurt nach

Steffen Henssler überlegt, in der Taunusstraße einen Ableger seines „Henssler GO“, das japanische Küche und einen Sushi-Lieferservice anbietet, zu eröffnen. Ein Journalist fragt ihn, ob er mit so vielen Restaurants nicht Angst hätte zu scheitern wie sein britischer Kollege Jamie Oliver. „Nein“, antwortet Henssler „Ich will organisch wachsen. Es geht nicht um Dollarzeichen in den Augen. Außerdem koche ich viel besser als Jamie Oliver“, sagt er und lacht.

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