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Frankfurt: Harte Zeiten für Eintracht-Fans

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Das Eintracht-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach wird in nicht so vielen Kneipen wie üblich gezeigt.

Die Wirtin des „New Backstage“ ahnt die Frage und antwortet, bevor der Reporter überhaupt angesetzt hat. „Nein“, ruft sie in den Telefonhörer. Und wie sich herausstellt bezieht sich die Aussage tatsächlich auf die noch nicht ausgesprochene Frage: Zeigen Sie im „Backstage“ am Samstag das Eintracht-Spiel? Nein, das wäre viel zu viel Aufwand, heißt es dazu aus der wohl bekanntesten Frankfurter Fan-Kneipe. Denn wegen der behördlichen Auflagen dürfen maximal zwölf Gäste ins „Backstage“. Spielt die Eintracht, kommen aber viel, viel mehr Menschen in die Gaststätte an der Rothschildallee, sie sitzen dicht an dicht, und wenn ein Tor für die Frankfurter Fußballer fällt, liegen sie sich in den Armen. Doch das alles geht nicht. Deshalb hat die Chefin die Notbremse gezogen und die Übertragung abgesagt.

Keine Treffen geplant

Ohnehin dürfte es für Eintracht-Fans nicht einfach werden, eine Kneipe zu finden, in der das Geisterspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag um 18.30 Uhr übertragen wird. Die Auflagen machen den Wirten schwer zu schaffen. Viele finden es zu riskant, gleich am zweiten Tag nach der Wiedereröffnung darauf zu achten, dass Fußball-Fans Corona-Regeln wie den Mindestabstand von 1,50 Meter (auch beim Torjubel) beachten. Und manche Sportsbars wie das „Yours“ bleiben auch einfach geschlossen.

Viele Fans haben auch keine Lust auf die Partie, weil sie die Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga ablehnen. In den Internetforen finden sich kaum Diskussionen über die Aufstellung, dafür umso mehr Sarkasmus („Spiel wird abgebrochen, weil Schiedsrichter in Quarantäne muss“). Dass sich die Fans am Stadion oder irgendwo in der Stadt versammeln, wie vereinzelt befürchtet wurde, scheint daher eine eher abwegige Vorstellung.

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