Verkehr

Frankfurt: Handwerker parken günstig

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Stadt Frankfurt kommt Handwerkern und handwerksnahen Betrieben entgegen und ermöglicht Sonderrechte im Bewohnerparken. Das geht den Wirtschaftskammern nicht weit genug.

Handwerker und handwerksnahe Betriebe, die ihr Geschäft in Zonen mit Bewohnerparken haben, können künftig bis zu zwei Fahrzeuge am Straßenrand parken. Darauf haben sich die lokale Handwerkskammer und die lokale Industrie- und Handelskammer (IHK) mit der Stadt verständigt, wie aus einer Mitteilung der Kammern hervorgeht.

Handwerker und handwerksnahe Betriebe zahlen demnach 25 Euro pro Jahr für den neuen Parkausweis, der ihnen das Parken im Bewohnerparken erlaubt. Zum Vergleich: Anwohner zahlen 50 Euro pro Jahr für den Bewohnerparkausweis. Allerdings müssen die Handwerker den Handwerkerparkausweis nachweisen, mit dem sie überall stehen dürfen. Der kostet 305 Euro im Jahr. Anträge für den neuen Parkausweis richten die Betriebe per Mail an ausnahmen.stvo@stadt-frankfurt.de.

Hintergrund ist die Ausweitung von Bewohnerparkzonen im Stadtgebiet, unter anderem in innenstadtnahen Stadtteilen und in Sachsenhausen. „Lokale Handwerksbetriebe sind ein wesentlicher Baustein der städtischen Infrastruktur und müssen in der Stadt erhalten bleiben“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Die Einführung der Parkraumbewirtschaftung sei angesichts eines drohenden Dieselfahrverbots und hoher Luftverschmutzung unabdingbar.

Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger sagte, Betriebe dürften keine Standortnachteile durch die Parkraumbewirtschaftung bekommen. IHK-Präsident Ulrich Caspar forderte einen günstigen Parkausweis für alle Gewerbetreibenden.

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