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Frankfurt hält an den Maskenregeln fest

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Gesundheitsdezernent Stefan Majer will nicht komplett lockern. Und das Impfen wird immer schwieriger.

Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) hat im Sozial- und Gesundheitsausschuss am Donnerstagabend den Ausschussmitgliedern und indirekt auch allen anderen Menschen in Frankfurt Mut gemacht. „Wir werden das hinkriegen“, sagte er in Anbetracht der zurzeit parallel laufenden Krisen. Der Dezernent sei besorgt, dass sich der Krieg und Corona überlagere.

„Die Pandemie ist nicht vorbei“, warnte Majer. Dies zeigten die aktuellen Zahlen. Die Frankfurter Sieben-Tage-Inzidenz ist mit 1119 weiterhin vierstellig. 180 Menschen waren mit oder wegen Corona in den Kliniken in der Stadt untergebracht, 34 davon auf der Intensivstation.

Auch in Alten- und Pflegeheimen steigen die Infektionszahlen an. 32 von 50 Einrichtungen sind von Infektionen betroffen. Die Zahl der Impfungen lag am 15. März insgesamt bei rund 1,45 Millionen. „Das ist noch immer zu wenig“, sagte Majer. Man erreiche die Leute immer schwerer.

Von der leichten Hoffnung, die man vor einem Monat noch geschöpft hatte, war nicht mehr viel zu spüren. In diese Zeit fällt nun die bundesweite Aufhebung vieler Beschränkungen. Majer erklärte, er sei froh, dass das Land Hessen einige Maßnahmen noch länger beibehalten wolle. Der Dezernent stellte in Aussicht, dass auch Frankfurt die bestehenden Maskenregeln aufrecht erhalten werde. Abstands- und Zugangsregeln seien ebenso sinnvoll wie das Beibehalten der Testpflicht an den Schulen.

Kurz ging Majer auch auf die einrichtungsbezogene Impfpflicht ein. Bis Monatsende hätten die Einrichtungen nun Zeit, jene Mitarbeitende zu melden, die keinen Impfstatus mitgeteilt haben oder unzureichend immunisiert seien. Die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes müssten dann Beratungsgespräche vereinbaren. „Sie haben ja sonst nichts zu tun“, sagte Majer sarkastisch. Viele Mitarbeitende seien am Ende ihrer Kraft und es habe schon Fälle gegeben, bei denen man Menschen aus ihren Bereichen habe rausziehen müssen, damit sie nicht zusammenbrechen.

Auch die Gesamtlage in Hessen bleibt problematisch. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner:innen innerhalb von sieben Tagen stieg nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstag auf 1212,9. Binnen 24 Stunden wurden 16 819 neue Corona-Infektionen registriert, es gab 23 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die für die Einschätzung des Pandemieverlaufs wichtige Hospitalisierungsinzidenz erhöhte sich nach Angaben des hessischen Sozialministeriums von 6,39 auf 7,01. Der Wert gibt an, wie viele Covid-19-Erkrankte ins Krankenhaus kamen – bezogen auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen. mit dpa

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