Das Deutsche Architekturmuseum zeigt die mögliche Zukunft der Städtischen Bühnen.
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Das Deutsche Architekturmuseum zeigt die mögliche Zukunft der Städtischen Bühnen.

Kultur

Frankfurt: Gute Chancen für English Theatre

  • Claus-Jürgen Göpfert
    vonClaus-Jürgen Göpfert
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Erschließungsvertrag fordert kulturelle Nutzung im Gallileo-Hochhaus an der Gallusanlage.

Die Chancen für das English Theatre stehen gut, auch über 2022 hinaus im Gallileo-Hochhaus Ecke Kaiserstraße und Gallusanlage in der Frankfurter Innenstadt bleiben zu können. Denn der Erschließungsvertrag, den die Stadt 1999 mit dem Bauherrn des Büroturms, damals der Dresdner Bank, schloss, sieht eine kulturelle Nutzung im Erdgeschoss als Bedingung vor. Das hat Planungsdezernent Mike Josef (SPD) im Gespräch mit der FR erklärt.

Diese Auflage gelte auch „für Rechtsnachfolger“ des Bauherrn, so Josef. Bis zum Jahre 2010 sei sogar festgelegt gewesen, dass das Theater keine Miete bezahlt. Doch mittlerweile ist der Turm verkauft. Neuer Besitzer des 136 Meter hohen Hochhauses ist der Immobilienfonds Capita-Land aus Singapur. Großaktionär ist der Staatsfonds des asiatischen Stadtstaates. Die Commerzbank als Rechtsnachfolger der Dresdner Bank wird Ende 2022 das Gebäude verlassen.

Das English Theatre, die größte englischsprachige Bühne Kontinentaleuropas, gehört aus Sicht von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) zur künftigen Kulturmeile in der Innenstadt. Das hat die Politikerin im Gespräch mit der FR versichert. „Wir werden alles tun, um das Theater darin zu unterstützen, an diesem Ort zu bleiben“, sagte Hartwig in der Sitzung des Römer-Kulturausschusses. Intendant Daniel Nicolai hatte öffentlich beklagt, Hartwig habe sein Haus bei der Vorstellung der Pläne für eine neue Kulturmeile in der Innenstadt überhaupt nicht erwähnt. Diese Kulturmeile soll ein neues Opernhaus an der Neuen Mainzer Straße mit einem neuen Schauspielhaus am Willy-Brandt-Platz verbinden. Sie habe sich mit Nicolai „wunderbar ausgetauscht“, so Hartwig vor den Stadtverordneten.

Auch die CDU bekannte sich ausdrücklich zum English Theatre. „Dieses Haus ist eine ganz wichtige Institution für diese Stadt“, sagte der kulturpolitische Sprecher der CDU im Römer, Thomas Dürbeck, der FR. Gerade mit seinem internationalen Angebot und den vielen Aktivitäten für Jugendliche sei es „ein unverzichtbarer Baustein“ der Kulturszene.

Die Stadt fördert das englischsprachige Theater gegenwärtig mit einem Zuschuss von 550 000 Euro im Jahr. Dürbeck reklamierte für die CDU, dass sie die Erhöhung um 100 000 Euro auf diese Summe durchgesetzt habe.

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