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Was am Günthersburgpark in Frankfurt entstehen könnte
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Die Pläne im Frankfurter Günthersburgpark

Grüne Lunge

Frankfurt: Was am Günthersburgpark entstehen könnte – und warum die Grünen dagegen sind

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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1500 Wohnungen, zwei Schulen, drei Kitas sollten eigentlich in einem Gartenareal am Günthersburgpark im Nordend entstehen. Doch die Pläne stehen vor dem Aus.

Frankfurt am Main – Bis zu 1500 Wohnungen könnten, falls die Frankfurter* Stadtverordneten den Bebauungsplan für die Günthersburghöfe doch weiter vorantreiben sollten, in einem 16,6 Hektar großen, von Gärten geprägten Gebiet errichtet werden, das die Gegner des Projekts „Grüne Lunge“ nennen. Nach dem städtischen Baulandbeschluss müssten in dem Areal am Günthersburgpark zu 30 Prozent geförderte Mietwohnungen entstehen, von denen es sich bei der Hälfte um Sozialwohnungen handeln muss. Weitere 15 Prozent der Wohnbaufläche im Quartier östlich der Friedberger Landstraße im Nordend wären für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Projekte reserviert.

Bisher kein Planungsrecht für Günthersburghöfe in Frankfurt

Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG und der Projektentwickler Instone haben sich größere Flächen im Gebiet gesichert. Sie würden die Günthersburghöfe gern zusammen entwickeln und bauen. Vorgesehen ist, dass die ABG alle Mietwohnungen baut und Instone die Eigentumswohnungen errichtet. Der Projektentwickler würde der ABG einen Ausgleich dafür zahlen, dass diese die geförderten Wohnungen allein baut.

So sollte das Areal im Nordend bebaut werden.

Ihr Vorhaben können die Bauherren nur angehen, wenn die Stadt dafür Planungsrecht schafft. Doch dafür spricht nur noch sehr wenig. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hat zwar dem Magistrat im Februar den Bebauungsplanentwurf zur Offenlage vorgelegt.

Die Grünen könnten das Projekt stoppen

Doch die Grünen machten schon vor der Kommunalwahl klar, dass sie die jahrelang von ihnen unterstützten Pläne in der bisherigen Form nicht mehr mittragen werden. Sie wollen nur noch die schon versiegelten Flächen im Areal bebauen lassen. Nach ihrem klaren Wahlsieg steht fest, dass die bisherigen Pläne hinfällig sind.

Josef hatte vor der Wahl massiv dafür geworben, die Planung fortzusetzen. Am Günthersburgpark könne ein gut angeschlossenes Quartier im Grünen entstehen, in dem Kinder, die in Sozialwohnungen aufwachsen, gemeinsam mit Kindern aus Eigentumswohnungen zur Schule gingen, sagte er etwa.

Kompromisse werden bei der Planung am Günthersburgpark gesucht

Nach Plänen der Stadt sollen im Areal eine Grundschule, eine weiterführende Schule und drei Kitas entstehen. Bebaue man nur die versiegelten Flächen, entstünden höchstens 350 Wohnungen und keine Schulen, sagte er vor der Wahl. Inzwischen sieht er durchaus Möglichkeiten für Kompromisse.

Josef hat immer wieder der Kritik widersprochen, Klimafragen hätten bei der Planung keine Rolle gespielt. Ausgiebig habe man sich etwa mit Lösungen zum Schutz von Flora und Fauna, dem Einsatz erneuerbarer Energien und Fassaden- und Hofbegrünung und mit Regenwasserbewirtschaftung befasst, sagt er. Anders als behauptet, habe die Stadt die Bürgerinnen und Bürger zudem sehr früh in die Planungen einbezogen. (Christoph Manus) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

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