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Maiglöckchen im Grüneburgpark.
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Maiglöckchen im Grüneburgpark.

U-Bahn-Bau

Frankfurt: Grundwasser im Grüneburgpark wird geprüft

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Beim Lückenschluss der U-Bahn zwischen Bockenheim und Ginnheim soll ein Gutachten das Grundwasser im Grüneburgpark untersuchen. Die Linke im Ortsbeirat spricht von einem „Gefälligkeitsgutachten“.

Die Linke im Ortsbeirat 2 hat ein Gutachten, das im Auftrag der Stadt Frankfurt das Grundwasser im Grüneburgpark untersuchen soll, als „Gefälligkeitsgutachten“ bezeichnet.

Die Stadt Frankfurt hatte das Büro BGU Dr. Brehm & Grünz aus Bielefeld direkt beauftragt, ein hydrologisches Gutachten zum Grüneburgpark zu erstellen. Das Gutachten soll klären, ob sich ein Tunnelbau für die U-Bahn-Linie 4 negativ auf den Fluss des Grundwassers und den alten Baumbestand auswirken würde.

Die Linke im Ortsbeirat 2 stellte die Neutralität des Gutachterbüros „infrage“, weil das Büro in den vergangenen Jahren schon „ähnliche Projekte in Frankfurt“ durchgeführt habe. Die Mitteilung stammt unter anderem von Hans-Jürgen Hammelmann.

Diskussion über Varianten

Hammelmann ist Fraktionsvorsitzender der Linken im Ortsbeirat 2. Neben seiner politischen Tätigkeit arbeitet er in den Initiativen AG Westend und Frankfurt22, die sich wiederholt gegen einen U-Bahn-Tunnel durch den Grüneburgpark ausgesprochen haben. Hammelmann setzt sich auf allen Ebenen für die Variante 1a beim Lückenschluss der U4 zwischen Bockenheim und Ginnheim ein.

In der Variante 1a würde die U-Bahn nicht zentral auf dem Campus Westend halten, sondern etwa 800 Meter entfernt am Botanischen Garten. Wer zum Uni-Campus Westend will, müsste von dort durch den Grüneburgpark laufen.

Das ist aus Sicht des Verkehrsdezernats und der Mehrheit der Stadtverordneten im Römer keine optimale Lösung. Sie bevorzugen einen Lückenschluss zwischen Bockenheim und Ginnheim mit einem zentralen Halt am Campus Westend, die Variante 3. Diese verliefe unterirdisch durch den Grüneburgpark.

Büro wehrt sich gegen Vorwurf

Auch die geplante Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt befürwortet den zentralen Anschluss der Goethe-Universität. „Sofern keine klimarelevanten und ökologischen Kriterien dagegensprechen, wollen wir eine zentrale Anbindung des Uni-Campus Westend sicherstellen“, heißt es im Koalitionsvertrag.

Das Büro BGU Dr. Brehm & Grünz wehrt sich gegen den Vorwurf der Linken im Ortsbeirat 2, ein „Gefälligkeitsgutachten“ zu erstellen. Er sei bestellter und vereidigter Sachverständiger für Grundwasser und Geothermie, sagte Dirk Brehm, ein Partner im Büro BGU. Gemeinsam mit einem Geotechniker würden beim hydrologischen Gutachten Bohrungen angestellt und Messstellen errichtet, um ein Monitoring des Grundwassers vornehmen zu können. Die Beobachtungszeit betrage in der Regel ein Jahr, von Herbst bis Herbst. Untersucht werde unter anderem, wie sich der Tunnel auf die Wasserversorgung der Pflanzen und Bäume auswirken würde.

Zuletzt hat das Büro im Auftrag der Stadt Frankfurt die hydrologischen Auswirkungen des Tunnelbaus für die U5 im Europaviertel untersucht.

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