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Frankfurt: Grünes Bürohaus fürs Ostend

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Von: Christoph Manus

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So soll das neue Büroensemble zwischen der Hanauer Landstraße und der Ferdinand-Happ-Straße im Frankfurter Ostend aussehen.Manus
So soll das neue Büroensemble zwischen der Hanauer Landstraße und der Ferdinand-Happ-Straße im Frankfurter Ostend aussehen.Manus © © 2019 Swiss Interactive AG, Aarau Rohr

Ein neuer Gebäudekomplex an der Hanauer Landstraße im Osten von Frankfurt soll mit Nachhaltigkeit und viel Grün punkten. Umweltdezernentin Heilig sieht ein Leuchtturmprojekt.

Zwischen der Hanauer Landstraße und dem Containerumschlagplatz im Frankfurter Ostend soll bis 2024 ein großes Bürogebäude entstehen, das als besonders grün und nachhaltig gilt. Die OFB-Projektentwicklung, die das „Atreeum“ auf einem gut 5000 Quadratmeter großen Grundstück in Höhe der Haltestelle Schwedlerstraße errichtet, spricht von einem über den gesamten Lebenszyklus kohlendioxidneutralen Gebäude. Eine urbane und nachhaltige „Büro-Oase“ werde entstehen, versprach Klaus Kirchberger, der OFB-Geschäftsführung, am Donnerstag bei einer feierlichen Grundsteinlegung auf der Baustelle. Tatsächlich läuft schon seit Winter der Hochbau. Die Arbeiten sind im Plan.

Eine Photovoltaikanlage soll den Grundbedarf an Strom für das Heiz- und Kühlsystem vollständig decken. Gaswärmepumpen stellen dem Unternehmen nach die nötige Heiz- und Kühlenergie bereit. Die Fassade, die Dachflächen und die Innenhöfe sollen begrünt werden. Zur Bewässerung dient Niederschlagswasser, das in Retentionsboxen auf den Dächern aufgefangen wird und in einen Regenwasserspeicher im Untergeschoss fließt.

Die Büros der Zukunft benötigten in Zeiten von zunehmendem Homeoffice eine starke Identität, sagte Martin Wendt vom Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt. Das neue Gebäude, das sich nach außen – also zur lauten Hanauer Landstraße und zur Ferdinand-Happ-Straße – fast verschließt und zu den begrünten Höfen öffnet, werde attraktive Begegnungsorte bieten, davon viele im Freien. Dort soll an vielen Tagen im Jahr auch das Arbeiten im wettergeschützten Bereich möglich sein. 219 Tiefgaragenplätze, die zum größten Teil über Ladeanschlüsse für Elektroautos verfügen, sind geplant, aber auch Fahrradräume mit Duschen.

Die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) zeigte sich am Donnerstag durchaus angetan von dem Vorhaben, mit dem die OFB am städtischen Förderprogramm „Frankfurt frischt auf“ teilnimmt. Wenn die Pläne so umgesetzt werden, entstehe ein Leuchtturmprojekt, das Schule machen sollte, sagte sie. In der Klimakrise sei es entscheidend, „auf Teufel-komm-raus“ Kohlendioxid einzusparen. Die Stadträtin lobte zudem die geplante Brauchwassernutzung für die Bewässerung der Pflanzen.

Zwei Drittel der Bürofläche sind, wie Kirchberger auf Fragen hin sagte, bereits vermietet. Einer der beiden Mieter, die feststehen, sei die OFB selbst. Das bisher am Frankfurter Westhafen ansässige Unternehmen werde 4500 bis 5000 Quadratmeter nutzen. Damit zeige die OFB auch: „Wir glauben an das Projekt“, sagte Kirchberger. Den Namen des zweiten Mieters wollte er noch nicht nennen.

Die Helaba-Tochter will das Gebäude, in das sie mehr als 100 Millionen investiert, noch vor Fertigstellung verkaufen. Anfragen gebe es bereits, sagte Kirchberger auf Fragen hin.

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