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So soll es aussehen: das Festspielegelände am Roßmarkt mit dem Riesenschirm über der Bühne und der grünen Klimawand.
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So soll es aussehen: das Festspielegelände am Roßmarkt mit dem Riesenschirm über der Bühne und der grünen Klimawand.

Kultur und Stadtklima

Frankfurt: Grüner geht’s nicht

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die Grüne-Soße-Festspiele im August und September kommen mit einer großen Kunst- und Klima-Aktion daher. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu beteiligen.

Aus dem Grüne-Soße-Festival werden in diesem Sommer dreiwöchige Grüne-Soße-Festspiele im Freien. Das wussten wir schon. Neu ist: „Frankfurt macht Klimameter“ bei der Gelegenheit – eine riesige grüne Wand, eine Großaktion, eine Kombination aus Kunst und Klimaschutz.

Ursprung war eine praktische Überlegung. Für die Zeit des Festivals wird ein großes Zeltdach auf dem Roßmarkt aufgeschlagen. „Wir wollten unter diesem Schirm zur Seite hin zumachen“, schildert Festivalmacherin Maja Wolff, „nur wie?“ Die Idee: mit einer Klimawand aus hölzernen Europaletten, die bepflanzt werden, und zwar womit? Na, mit Kräutern, logisch. Wir sind hier schließlich bei der Grünen Soße.

Der Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Schneider und Schumacher sieht vor: 108 dieser quadratmetergroßen Kräuterpaletten, dieser „Klimameter“, zusammen 45 Meter breit und vier Meter hoch, ergeben „ein strahlkräftiges Symbol für eine klimabewusste Zukunft – ein besseres Stadtklima für Frankfurt durch Eigeninitiative“, wirbt der 2020 gegründete Verein „Grie Soß United“. Der Verein hatte das Ziel, Kulturschaffenden durch die Pandemie zu helfen, und Kultur spielt jetzt weiter mit. Der weltweit engagierte Frankfurter Street-Art-Künstler Justus Becker, bekannt unter dem Namen COR, macht die Klimawand mit einem Riesengraffito aus organischen und abstrakten Formen schon vor der Bepflanzung zum Kunstwerk. Damit werde jede einzelne Kräuterpalette zum Unikat, final live fertiggestellt am 19. August in der Nacht vor Beginn der Festspiele. Außerdem kann die Wand in den Festspielwochen für Aktionen rund um den Klimaschutz genutzt werden; da gibt es Kontakte etwa zu den Organisationen GermanZero und Impact Week.

Und inwiefern Eigeninitiative? Das ist die Chance, sich zu beteiligen. Unternehmen und Privatpersonen können die Kräuterpaletten im Anschluss an die Festspiele erwerben – entweder zur Begrünung des eigenen Geländes oder als Patenschaft für Schulen, Kindertagesstätten und soziale Einrichtungen, die ihre Schulgärten und Außenanlagen damit gestalten können. Eine Palette, 120 mal 80 Zentimeter, mit sechs Kräuterpflanzkästen kostet 250 Euro. „Das Ganze hilft, die klimafreundliche Aktion zum Teil zu finanzieren“, sagt Maja Wolff. Dafür gibt’s eine Nennung auf der Internetseite als Klimasponsor und die Lieferung der Paletten frei Haus durch den Frankfurter Entsorgungsservice. „Die FES war sofort dabei“, freut sich die Festivalmacherin, „sie fährt alle 108 Klimameter anschließend an den Ort ihrer Bestimmung.“ Die Aktion, da ist Wolff sicher, wird das Klima auf dem Roßmarkt im Sommer verbessern. „Und Schulen und Kitas finden das mega.“

Wie findet das Publikum die Festspiele-Idee? Auch mega. Die sieben Abende mit dem klassischen Grüne-Soße-Festival sind ausverkauft; vielleicht, falls die Corona-Regeln es zulassen, gibt es noch ein paar zusätzliche Plätze.

Für die anderen Veranstaltungen sind noch Tickets zu haben. Da steht abends etwa Mirja Regensburg auf der Bühne, Sven Hieronymus, Kick La Luna, Die Schwerdtfegers, Nicolai Friedrich, die „Champions League der Poetry Slammer“, Maddin Schneider, das Papageno Musiktheater, das Ensemble des Kabaretts „Die Schmiere“, Banjoory, Andy Ost ...

Es gibt auch Kinderprogramm, Sonntagsmatineen und drumherum den Festivalmarkt mit Getränken, Speisen und viel Grüner Soße. Das ganze Festspiele-Programm und Tickets unter www.gruene-sosse-festspiele.de

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