Grünen fordern Öffnung der Bordelle
Um der illegalen Sexarbeit auf der Straße entgegenzuwirken, schlagen die Grünen im Römer die Öffnung der Laufhäuser vor - mit Hygienekonzept.
Die Bordelle in Frankfurt sollen nach Ansicht der Grünen im Römer wieder öffnen dürfen, wenn die Betreiber Hygienekonzepte vorlegen. Die Öffnung wirke der Verelendung und Kriminalisierung der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter entgegen, sagte Ursula auf der Heide, frauenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.
In Hessen sind seit Mitte März Bordelle und Laufhäuser geschlossen; Straßenprostitution ist verboten. Prostitution findet jedoch weiter illegal auf der Straße und in Hotels statt. Für eine Öffnung müssten sich die Arbeitsbedingungen in den Prostitutionsstätten ändern, sagte auf der Heide. Erforderlich seien Pausen zum Reinigen und Lüften und weniger Freier. Die Kontakte müssten nachverfolgbar und kontrollierbar sein – sprich: Freier müssten sich in eine Liste eintragen.
Falls die Landesregierung sich gegen eine Öffnung ausspreche, müsse sie Überbrückungshilfen und Transferleistungen für die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter zur Verfügung stellen. „Es darf bei der Sicherung menschenwürdiger Lebensverhältnisse in unserer Stadt keine Rolle spielen, welche moralischen Vorstellungen zur Sexarbeit bestehen“, sagte sie.