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Maja Wolff begrüßt die ersten Gäste vor der Klimawand.
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Maja Wolff begrüßt die ersten Gäste vor der Klimawand.

Grüne-Soße-Festspiele

Frankfurt: Grüne-Soße-Festspiele eröffnet

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Drei Wochen Musik und Kulinarik auf dem Roßmarkt – als Hilfe für Kultur und Klima. Und eine riesige Klimawand ist der Clou. Hinterm Horizont gibt’s Kräuter.

Die Sonnenuntergänge in der City sind bis auf Weiteres grün. Schuld ist die Klimawand – oder auch: Kräuterwand –, die für die kommenden drei Wochen das Bild auf dem Roßmarkt bestimmt. Dahinter liegt die Arena für die Grüne-Soße-Festspiele. Und die sind offiziell eröffnet.

Zum feierlichen Auftakt am schon ziemlich dunklen Donnerstagabend (damit das Grün gut rauskommt) ist sogar Ex-OB Petra Roth nebst weiterer Lokalprominenz in die City gekommen. Festspiele-Organisatorin Maja Wolff nutzt die Gelegenheit, für eine fulminante Eröffnungsrede.

Die Jahreszeit, sagt sie, sei befremdlich für eine Veranstaltung, die immer noch der Frühlingsbotin Grüne Soße gewidmet ist. Immerhin, voriges Jahr war das (damals eintägige) Grüne-Soße-Festival im Oktober, jetzt ist es wenigstens (dreiwöchig) im August und September. Eine leichte Annäherung. Aber Corona ist immer noch. Und somit gelte es auch immer noch, neue Wege zu gehen für die darbende Kultur und Gastronomie. Das versucht die Grüne Soße Festival GmbH mit zahlreichen Abendveranstaltungen während der Festspiele in der Arena und mit einem Marktplatz drumherum, der jeden Tag von 11 bis 20 Uhr geöffnet ist. Essensstände, Getränkestände, Livemusik, Kinderbelustigung.

„Ohne Kunst wird’s still“, mahnt Maja Wolff. Die Festspiele sollen daher ihr Publikum „zum Lachen, Staunen und Genießen bringen – die Innenstadt in einen Festsaal verwandeln“.

Die grüne Klimawand aus vielen Europaletten, bepflanzt mit Kräutern, spielt dabei eine besondere Rolle. Sie zeigt nach außen hin, was wichtig ist: der Kampf für unsere Umwelt. Die Idee wuchs „aus einem Funken Wahnsinn“ (Wolff) gemeinsam mit Stadtplaner Till Schneider. „Mies van der Rohe hat gesagt: Mach’s groß und mach’s oft“, zitiert er einen großen Kollegen.

Also wurde die Klimawand groß und wiederholt oft das Thema „Palette mit Kräutern“. Alpträume verfolgen die Erfinderin, die Kräuter darin könnten in kürzester Zeit verdorrt, die Wand ein Mahnmal des Schreckens sein und sie müsste sich schämen. Aber Moment, sagt sie sich in dem Moment: „Müssen wir uns nicht vielmehr schämen für das, was wir mit diesem Planeten gemacht haben?“

Und dann spricht sie über den Frust, dass ihr die Paletten nicht längst aus den Händen gerissen werden. 250 Euro kostet eine davon – und die kann anschließend als Spende für lange Zeit in einer Kita oder Schule zeigen, wie wichtig Klimaschutz ist. Ja, spiegeln die Gesichter im Publikum: Wieso sind nicht längst alle verkauft? Die Hälfte der 108 Paletten ist noch zu haben.

„Was ihr gerockt habt, das ist sensationell“, lobt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), motiviert aus gegebenem Anlass gleich noch ein wenig fürs CO2-Sparen und wirbt obendrein offensiv für das städtische Dach- und Fassadenbegrünungsprogramm „Frankfurt frischt auf“ (50 Prozent Zuschuss!).

Zum Abschluss des Abends das brandneue Klimawand-Lied, dargeboten von Sabine Fischmann und der coolen Festival-Band: „Das ist ja allerhand/Frankfurt hat ’ne grüne Wand/In der Mitte von Europa/Stadt mit Herz und mit Verstand“.

Die Grüne-Soße-Festspiele mit Open-Air-Programm unterm Dach dauern bis zum 11. September. Alle Infos: www.gruene-sosse-festspiele.de

Auch die Katharinenkirche hat ein Portal aus Klimapaletten.

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