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Frankfurt: Gründerpreis für Daumenkinos

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Von: Christoph Manus

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Mit ihrem Gründerpreis hat die Stadt Frankfurt am Montag eine inklusive Geschäftsidee ausgezeichnet. Sie soll das Erlernen der Gebärdensprache erleichtern.

Für ihr Konzept, Kindern mit einer verzögerten Sprachentwicklung auf spielerische Weise die Gebärdensprache beizubringen, sind Laura Mohn und Maria Möller am Montagabend mit dem Frankfurter Gründerpreis ausgezeichnet worden. Ihr Unternehmen „Talking Hands Flipbooks“ setzt auf selbst erstellte Daumenkinos, die etwa in inklusiven Kitas und Schulen zum Einsatz kommen. Der Gründerpreis ist mit 12 500 Euro dotiert. Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) verlieh ihn im Kaisersaal des Römers.

Der mit 10 000 Euro versehene zweiten Preis ging an die Frankfurter Brauunion um die Gründer Sven Weisbrich und Simon Horn, die sich das Ziel gesteckt haben, eine neue und hochwertige Biermarke in Frankfurt etablieren. Dafür haben sie in Zusammenarbeit mit einer fränkischen Brauerei ein Helles auf den Markt gebracht, dem ein alkoholfreies Radler folgte.

Die Jury entschied sich in diesem Jahr dafür, zwei dritte Preise zu vergeben. Die mit jeweils 3750 Euro dotierten Auszeichnungen erhielten das Café Heimelig von Gründerin Tina Brückmann, das in Bockenheim Kuchen und Süßspeisen nach traditionellen Rezepten bietet und ein generationenübergreifender Wohnzimmerersatz sein will und die Firma „Kitabuli“. Gründerin Senada Dzogovic hat eine Software-Lösung für die Verwaltung von Kitas entwickelt, die sich etwa an Elterninitiativen und freie Träger richtet.

In das Finale des Gründerpreises hatten es zudem Anil Aylin Vicen-Moreno mit ihrer Rückenschule „Mamimondo“ geschafft, die sich speziell an Schwangere und Mütter richtet und das Restaurant Flowdeli im jüdischen Museum, mit dem Mia und Daniel Wittstock und Florian Grosse jüdische Kultur auf kulinarische Art und Weise vermitteln wollen.

34 Bewerbungen für den Gründerpreis, den die Stadt erstmals 2001 verlieh, waren diesmal eingegangen. Die Wirtschaftsförderung hebt hervor, dass von den inzwischen 79 Preisträger-Unternehmen mehr als 80 Prozent noch heute am Markt seien. Das spreche für einen sehr guten Riecher.

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