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Vor der Pandemie demonstrierten die Schülerinnen und Schüler an jedem Freitag.
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Vor der Pandemie demonstrierten die Schülerinnen und Schüler an jedem Freitag.

Demonstration

Klimastreik in Frankfurt: Fridays for Future mobilisiert für Aktionstag

  • Stefan Simon
    VonStefan Simon
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Am 13. August steht der erste bundesweite Klimastreik in der Corona-Pandemie der „Fridays for Future“-Bewegung an. Was ist in Frankfurt geplant? Wie verläuft der Klimastreik? Ein Überblick

Frankfurt – Die „Fridays for Future“-Bewegung hat Großes vor: Zum ersten Mal in der Corona-Pandemie ruft die Protestbewegung am 13. August zu einem bundesweiten Klimastreik in Frankfurt auf. Organisiert wird der Streik von der Frankfurter Ortsgruppe. Sie richtet ihren Fokus auf die Banken, die Milliarden Euro in Großprojekte investieren, die Klima, ganzen Regionen und Menschen schaden.

Im Aufruf zum Klimastreik schreibt „Fridays for Future“, dass die Commerzbank seit dem Pariser Abkommen mehr als elf Milliarden Dollar in fossile Energiekonzerne investiert habe. Die Deutsche Bank allein habe zwischen den Jahren 2016 und 2020 74 Milliarden Dollar finanziert.

Demo in Frankfurt: Aktivisten betroffener Länder berichten von Klima-Katastrophen

Besonders Aktivistinnen und Aktivisten aus Ländern, die sehr stark von der Klimakrise betroffen sind, berichteten den Frankfurter:innen von Projekten in ihren Heimatländern, die von Banken finanziert wurden. „Die erleben die Katastrophen hautnah mit“, sagte Konstantin, ein Frankfurter Aktivist, erst vor kurzem im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Doch auch die Politik nimmt „Fridays for Future“ ins Visier. Das Handeln der Banken sei schließlich eng verknüpft mit der Politik. So rettete der deutsche Staat etwa während der Finanzkrise 2008 die Commerzbank.

Fridays for Future-Demonstration in Frankfurt: Unklare Teilnehmerzahl

Mit wie vielen Teilnehmenden die Frankfurter „Fridays for Future“-Gruppe rechnet, kann sie nicht sagen. Sie lägen in ihrer Einschätzung sowieso immer falsch, sagt Rosa, eine der Sprecherinnen. „Meistens unterschätzen wir uns und dann sind es am Ende viel mehr.“

Fakt ist jedenfalls, dass „Fridays for Future“-Gruppen aus über 70 Städten und Gemeinden ihre Anreise zugesagt haben. Allein 30 Busse organisiert die Frankfurter Gruppe der Klimabewegung. Damit all die jungen Aktivistinnen und Aktivisten auch in der Stadt unterkommen, organisieren die Frankfurter ein Klimacamp an der Weseler Werft. Kulinarisch unterstützt werden sie hierbei von der Ada-Kantine. Unterstützt wird die Klimabewegung auch auf den Straßen. Ein breites Bündnis aus antirassistischen, antikapitalistischen und feministischen Gruppen organisieren die Sternmärsche. Thematisch setzen die Organisator:innen der Sternmärsche nochmals eigene Aspekte auf die Klimakrise. So rufen etwa die linken Gruppen „Kritik & Praxis“ sowie „OAT Frankfurt“ zum „Ende des automobilen Kapitalismus“ auf.

Fridays for Future-Demonstration in Frankfurt: Wie verläuft der Klimastreik?

Ein weiterer Sternmarsch wird vom Haus der offenen Kulturen organisiert. Hierbei soll der Fokus auch auf den gesellschaftlichen Wandel im direkten Umfeld der Menschen gelegt werden. „Wenn wir es mit dem sozial-ökologischen Wandel ernst meinen, dann brauchen wir in unseren Städten Orte, in denen dieser Wandel mit breiter Beteiligung aus der Zivilgesellschaft angegangen werden kann. Für Frankfurt kann und muss das Offene Haus der Kulturen der zentrale Ort werden“, sagt Thomas Gebauer, Geschäftsführer von Medico International und Unterstützer des Offenen Hauses. „Der neue Frankfurter Magistrat hat in seinem Koalitionsvertrag ein Bekenntnis zur sozialökologischen Transformation abgegeben. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, als ersten konkreten Schritt dieses für Frankfurt enorm wichtige Projekt umzusetzen.“

Die Sternmärsche starten um 14 Uhr an verschiedenen Punkten der Stadt. Die Startpunkte sind Zoo, Bockenheimer Warte, Hauptbahnhof, Südbahnhof, Gallus und EZB. Um 12 Uhr bereits beginnt eine Fahrraddemo am Offenbacher Willy-Brandt-Platz, die bis nach Frankfurt führt.

Demonstration in Frankfurt - Zwischen Sozialem Ungehorsam und „Klimapicknick“

Am Ende vereinen sich alle Sternmärsche zur zentralen Kundgebung um 15 Uhr an der Alten Oper. Dann wird es verschiedene Redebeiträge und Livemusik geben. Auch Infostände sind geplant. Gegen 16 Uhr startet der Demonstrationszug durch das Bankenviertel und endet schließlich wieder an der Alten Oper. Die „Fridays for Future“-Aktivist:innen wollen ihre Kritik gegen die Banken auch mit zivilem Ungehorsam zum Ausdruck bringen. Doch wie sie dabei vorgehen wollen, sagen sie nicht.

Vor der Pandemie demonstrierten die Schülerinnen und Schüler an jedem Freitag

Auch das Senckenberg-Institut, das seit langem die Klimabewegung unterstützt, hat für den 13. August einiges geplant. Das Senckenberg lädt zu einem offenen „Klimapicknick“ bei freiem Museumseintritt ein. Vor Ort bestehe für Schülerinnen, Studierende und Bürger die Möglichkeit, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus erster Hand über den Sachstand der Klima- und Biodiversitätsforschung informiert zu werden. (SF/FR)

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