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Frankfurt: Adler Group hat große Wohnbauprojekte in Ostend und Westend verkauft

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Von: Christoph Manus

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Das frühere Telekom-Areal am Ostbahnhof in Frankfurt ist verkauft worden.
Das frühere Telekom-Areal am Ostbahnhof in Frankfurt ist verkauft worden. © Monika Müller

Die Adler Group hat sich von zwei Wohnbauprojekten in Frankfurt getrennt. Beim Westend-Ensemble und beim Ostend Quartier am Ostbahnhof ging es zuletzt nicht voran.

Die angeschlagene Adler Group hat zwei große Wohnungsbauprojekte in Frankfurt veräußert, die ihrer Tochtergesellschaft Consus Real Estate gehörten. Bei einem der Vorhaben handelt es sich um das sogenannte Westend-Ensemble an der früheren Oberpostdirektion. Dort sollte einmal ein gemischtes Quartier mit 240 Wohnungen, Büros und Gewerbe entstehen. Im März 2019 rechnete Consus noch mit einem Baubeginn im folgenden Jahr und einer Fertigstellung für die Jahre 2022/2023. Doch seitdem ist so gut wie nichts geschehen.

Neuer Eigentümer des Areals Ecke Ludwig-Erhard-Anlage/Westendstraße ist das Hamburger Unternehmen Garbe Immobilien-Projekte. Dieses bestätigt den Erwerb, äußert sich auf Anfrage aber noch nicht zu seinen Plänen. Nicht zum Verkaufspaket gehört das Projekt Grand Ouest, der Umbau der früheren Oberpostdirektion in ein Wohngebäude mit 164 Eigentumswohnungen. Die Wohnungen sind nach Angaben der Adler Group vollständig verkauft. Die Übergabe an die Käufer:innen werde möglichst noch in diesen Jahr geschehen, hieß es auf FR-Anfrage.

Am Frankfurter Ostbahnhof sollten eigentlich schon längst die Bagger rollen

Getrennt hat sich Adler dagegen vom früheren Telekom-Areal am Ostbahnhof. Dieses hatte die CG-Gruppe, die später schrittweise von Consus übernommen wurde, im Jahr 2017 erworben, um dort auf 35 000 Quadratmeter Gesamtfläche 400 Wohnungen sowie Büros und Geschäfte zu errichten. Die Arbeiten sollten einmal im Jahr 2019 beginnen. Doch dem Vernehmen nach liefen unter anderem die Gespräche zwischen Stadt und Investor schwierig. Auf einer Projekthomepage war zuletzt von einem Baubeginn im Jahr 2024 für das „Ostend Quartier“ die Rede. Derzeit wird das Areal zwischengenutzt. Dort ist etwa das Interimsquartier des Deutschen Architekturmuseumszu finden.

Beim Käufer soll es sich nach Medienberichten um den Projektentwickler Quarterback handeln. Das Unternehmen, das in Frankfurt ein Projekt mit 630 Wohnungen im Lyoner Quartier stemmen will, wollte diese Nachricht am Freitag nicht kommentieren.

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