Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hier könnte ein neues neues Gewerbegebiet entstehen. Bild: Peter Jülich
+
Hier könnte ein neues neues Gewerbegebiet entstehen.

Wirtschaft

Frankfurt Große Hürden für Bau von Gewerbegebiet

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Die Frankfurter Koalition gibt die Pläne für das Nieder-Eschbacher Areal nicht auf, sieht aber viel Prüfungsbedarf. Bis die Äcker bebaut werden, könnte es sehr lange dauern.

Im Streit über die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets in Nieder-Eschbach hat sich die Römer-Koalition am Freitag auf einen Kompromiss verständigt. Danach bleibt es trotz heftigen Widerstands aus dem Stadtteil dabei, dass der Magistrat eine Nutzung bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen nördlich des Ikea-Markts als Gewerbegebiet prüfen soll. Zunächst soll er nach einem Änderungsantrag von CDU, SPD und Grünen zum neuen Gewerbeflächenentwicklungsprogramm aber untersuchen, ob eine entsprechende Bebauung der Flächen wirklich notwendig ist und wie groß die negativen ökologischen Auswirkungen wären.

Prüfen soll der Magistrat etwa, was die Ansiedlung von Gewerbebetrieben auf dem Areal für den geplanten Grüngürtelpark Nieder-Eschbach hieße, welche klimatischen Auswirkungen er hätte, was das Gewerbegebiet für die Landwirtschaft im Norden bedeute und mit welcher Verkehrszunahme zu rechnen sei.

Nach dem Willen der Koalition sollen sich keine Rechenzentren und keine großflächigen Einzelhandelsmärkte auf dem Gelände ansiedeln dürfen. Führe die Vorprüfung des Areals zum Ergebnis, dass es nur für kleinteilige Gewerbegebiet infrage komme, soll der Magistrat untersuchen, ob solche Betriebe nicht auch in bestehenden Gebieten Platz finden könnten.

Bau rückt in die Ferne

All diese Untersuchungen dürften den Bau des neuen Gewerbegebiets im Norden der Stadt, für den der DGB, die Frankfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Unternehmerverbände seit vielen Jahren kämpfen, nicht eben näherrücken lassen. Daraus macht zumindest die SPD im Römer keinen Hehl. „Mit diesen engen Prüfvorgaben wird es aus meiner Sicht sehr unwahrscheinlich, dass ein solches Gewerbegebiet im ursprünglich angedachten Umfang realisiert werden kann“, sagt der Stadtverordnete Abdenassar Gannoukh aus Nieder-Eschbach. Er lobt, die CDU sei über ihren Schatten gesprungen.

Die CDU im Römer sieht die Einigung dennoch als Erfolg. Nach dem Kompromiss zum neuen Gewerbeflächenentwicklungsprogramm könnten „dringend benötigte Flächen für Industrie und Gewerbe gesichert werden, um Frankfurt als dynamischen Wirtschaftsstandort zu erhalten und zu stärken“, sagt Christiane Loizides, die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion. Durch die Umwandlung von Gewerbegebieten in Wohn- und Mischgebiete sei das Potenzial an Gewerbeflächen in den vergangenen Jahren stark gesunken. „Diesen Trend müssen wir unbedingt umkehren.“ Daher sei es erfreulich, dass nun mit der Prüfung neuer Gewerbegebiete begonnen werden könne.

Mit dem gemeinsamen Antrag lenke die Koalition die Prüfung des neuen Gewerbegebiets in Nieder-Eschbach in „ökologische und städtebaulich verträgliche Bahnen“, teilen die Grünen im Römer mit.

IHK-Präsident Ulrich Caspar lobt den Antrag trotz der vielen Einschränkungen. Er zeige, dass die Koalition bereit sei, das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm, das der Wirtschaft neue Perspektiven biete, noch vor der Kommunalwahl zu verabschieden. Der Standort Nieder-Eschbach sei gut geeignet für ein Gewerbegebiet. „Nun sollte mit den Grundlagenarbeiten begonnen werden, um schnell Klarheit für den Standort zu bringen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare