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Seit Corona: Menschen in Frankfurt verbringen weniger Zeit im Stau

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Von: Florian Leclerc

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2021 und 2020 war das Stauniveau in Frankfurt ungefähr gleich - das heißt aber nicht, das etwa auf der Berliner Straße wenig los war. Foto: Peter Jülich
2021 und 2020 war das Stauniveau in Frankfurt ungefähr gleich – das heißt aber nicht, das etwa auf der Berliner Straße wenig los war. © Peter Jülich

In Frankfurt haben die Menschen im Auto zuletzt weniger Zeit im Stau verbracht, als noch vor der Pandemie. Zu diesem Ergebnis kommt der Navi-Hersteller Tomtom.

Frankfurt – In Frankfurt gab es im vergangenen Jahr in etwa so viel Stau wie im Jahr zuvor, aber weniger als in der Vorpandemiezeit. Zu diesem Schluss kommt der Navigationsgerätehersteller Tomtom, der Verkehrsdaten gesammelt und ausgewertet hat. Demnach haben die Pendlerinnen und Pendler, die mit dem Auto nach Frankfurt fuhren, deutlich weniger Zeit im Stau verloren als noch 2019. Das Stau-Niveau sei im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie, also 2020 und 2021, um sieben Prozentpunkte zurückgegangen.

Der Hintergrund ist, dass viele Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern während der Pandemie das Arbeiten im Homeoffice ermöglicht haben. Dies ist auch der Grund, warum es in Frankfurt im vergangenen Jahr keine dauerhaften Überschreitungen der Stickstoffdioxidemissionen gegeben hat, die Fahrverbote nach sich gezogen hätten.

Verkehr in Frankfurt vor und während Corona: Ähnliche Fahrten, insgesamt weniger

Laut Tomtom waren sowohl vor als auch während der Pandemie fast die Hälfte aller erfassten Fahrten innerhalb des Stadtgebiets. Die meisten Fahrten aus den nahegelegenen Städten kamen demnach vor und während der Pandemie aus Wiesbaden und Hanau. Die meisten Fahrten nach Frankfurt waren zwischen zehn und 20 Kilometer lang und dauerten zwischen 15 und 25 Minuten. Die Zahl der Pendler:innen aus den umliegenden Landkreisen habe bei etwa 50 Prozent gelegen – in München seien es lediglich 21 Prozent.

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Tomtom geht davon aus, dass sich durch ein besseres Verkehrsmanagement der Verkehrsfluss um bis zu zehn Prozent verbessern lasse, wie Ralf-Peter Schäfer, der Leiter von Traffic, Travel & Routing bei Tomtom, erklärte. Dafür brauche es auch mehr Anteile von Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV am Modal Split. (Florian Leclerc)

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