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Frankfurt gibt 30 Millionen Euro für die EM 2024 aus

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Von: Georg Leppert

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Am Main soll wieder gefeiert werden.
Am Main soll wieder gefeiert werden. © FRFOTO

Die Stadtverordneten bewilligen die Kosten für die Austragung des Fußballturniers in Deutschland.

Die Stadt kann für Investitionen rund um die Fußball-Europameisterschaft 2024 etwa 30 Millionen Euro ausgeben. Die Stadtverordneten genehmigten am Donnerstag diese Summe.

Rund die Hälfte des Geldes wird für eine Fanzone am nördlichen Mainufer benötigt. Zwischen Friedensbrücke und dem Eisernen Steg sollen bis zu 30 000 Fans Platz finden und die EM-Spiele auf riesigen Leinwänden verfolgen. Da die Stadt mit der Zustimmung am Donnerstag eine Frist einhielt, kann sie nun darauf hoffen, dass ihr der europäische Fußballverband Uefa besonders hochwertige Bildschirme zur Verfügung stellt.

Weitere Investitionen sind am Stadion geplant. Unter anderem sollen neue Abstellplätze für Fahrräder eingerichtet werden.

Sportdezernent Mike Josef (SPD) hatte die im Magistrat bereits verabschiedete Vorlage mit Verweis auf die Frist der Uefa sehr kurzfristig vorgelegt. Viele Stadtverordnete sahen das kritisch. Dennoch wurde das Papier mit großer Mehrheit angenommen.

Linke lehnt ab

Die Linke lehnte die Pläne ab. Der Fraktionsvorsitzende Michael Müller bezeichnete sich zwar als Fußballfan („habe in Bayern Amateurfußball gespielt“). Die Kosten, um bei der EM Austragungsort zu werden, seien aber zu hoch – gerade in diesen Zeiten. Frankfurt brauche das Geld für notleidende Menschen, von denen es in Zukunft viele geben werde. Müller verwies zudem darauf, dass bei der Bewerbung Frankfurts als Austragungsort im Jahr 2017 niedrigere Kosten eingeplant gewesen seien. Tatsächlich war damals von 15 Millionen Euro die Rede.

„Die damalige Schätzung war nicht zutreffend“, bestätigte die SPD-Fraktionschefin Ursula Busch. Nun habe sich die Stadt aber als Austragungsort beworben und den Zuschlag erhalten und müsse auch die Kosten tragen. Herbert Förster (Die Fraktion) sagte, das Turnier werde den Menschen in der Region gut tun: „Wir haben genug schlechte Nachrichten.“

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