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Am 26. November gastiert der Cellist Daniel Müller-Schott mit dem Leipziger Gewandhausorchester in der Alten Oper.

Alte Oper

Frankfurt: Gewohnt hochkarätig

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Die Alte Oper stellt ihr Programm für die nächste Saison vor. Einmalige Aufführung in der Frankfurter Eissporthalle geplant.

Haben Sie am 16. März 2021 schon was vor? Der Corona-Virus und die zahlreichen Konzertabsagen, die das auslöste, sind da hoffentlich schon Geschichte. Sie könnten sich also, falls Sie Zeit haben, in der Alten Oper in Frankfurt das Dänische Nationalorchester und die bekannte Pianistin Khatia Buniatishvili anhören, die Rachmaninow und Strauss spielen, oder Sie gehen einige Tage später zum Glenn Miller Orchestra, zum Liedermacher Pippo Pollina, zu Bachs Matthäuspassion oder in den inzwischen schon legendären „Daschsalon“ von Annette Dasch.

Auch wenn vieles grade schwer planbar erscheint: Das Programm für die im September beginnende neue Saison der Alten Oper, das Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig (beide SPD) gemeinsam mit dem scheidenden Intendanten Stephan Pauly jetzt vorstellten, ist nach jetzigem Stand gewohnt hochkarätig.

DIE NEUE SAISON IN DER ALTEN OPER FRANKFURT

Das prachtvolle Programmheftfür die im September beginnende neue Saison der Alten Oper Frankfurt ist soeben erschienen. Das hochwertig bebilderte, romandicke Buch enthält neben einem Überblick über die Veranstaltungen bis Mai 2021 auch Künstlerporträts und Hintergrundberichte. Es ist das letzte Programm, das Intendant Stephan Pauly, der zum 1. Juli nach Wien wechselt, zusammengestellt hat.
Erhältlich istdie Übersicht unter anderem in der Alten Oper am Frankfurter Opernplatz oder online unter www.alteoper.de. Auch Karten kann man bereits in der dortigen Vorverkaufsstelle kaufen oder bei Frankfurt Ticket unter Tel. 069/13 40 400, montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr sowie unter info@frankfurt-ticket.de. 

Große Orchester von Wien über Berlin und London bis St. Petersburg, so ziemlich alle Weltstars der Klassik von Anne-Sophie Mutter oder Daniel Müller-Schott bis zu Lang-Lang, berühmte Dirigenten und auch bunteres Entertainment, Jazz, Weltmusik, Liedermacher, Popstars oder das Musical Cats, das in der kommenden Weihnachtszeit laufen soll, kommen in die Alte Oper.

Spannend dürfte gleich zu Beginn der Saison das große Musikfest vom 20. September bis zum 4. Oktober dieses Jahres werden, das diesmal Charles Ives berühmtes Orchesterwerk „The Unanswered Question“ in den Fokus rückt. Gespielt wird nicht nur in der Alten Oper, wo der Komponist und Performance-Künstler Manos Tsangaris neue „Letzte Fragen“ als „Stationen-Musiktheater“ geschaffen hat, sondern auch im legendären expressionistischen Peter-Behrens-Bau im Industriepark Höchst und in Kooperation mit dem Mousonturm in der Frankfurter Eissporthalle, während dort der Betrieb läuft – das dürften unvergessliche Raumklangerlebnisse werden, in der Eissporthalle sogar mit einem Werk, das dort nur ein einziges Mal aufgeführt werden soll. „Ich bin gespannt, wie die Menschen darauf reagieren“, sagt Pauly.

Groß mit Konzerten gefeiert wird am 24., 25. und 26. April 2021 auch eine spektakuläre Neuerwerbung des Freien Deutschen Hochstifts für das künftige Frankfurter Romantikmuseum. Die Institution konnte ein Manuskript Robert Schumanns zu dessen Faust-Szenen kaufen, „eine Sensation“, so Pauly.

Einer der Höhepunkte zum Beethoven-Jahr, in dem unter anderem dessen sämtliche Streichquartette in der Alten Oper zu hören sein sollten, ist für Intendant Pauly der Auftritt des Stegreiforchesters Bremen beim Musikfest am 20. September. Das ist, ausgehend von Beethovens 9. Sinfonie quer durch Europa gereist, auf der Suche nach den musikalischen Identitäten des Kontinents.

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