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Franco A., hier mit seinem Anwalt, steht derzeit in Frankfurt vor Gericht. Foto: dpa
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Franco A., hier mit seinem Anwalt, steht derzeit in Frankfurt vor Gericht.

Rechtsextremismus

Frankfurt: Gewerkschaften fordern Schutz gegen Franco A.

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Der mutmaßliche Rechtsterrorist Franco A. soll sich an der Frankfurter Goethe-Universität immatrikuliert haben. Die Gewerkschaften Verdi und GEW fordern Schutz für Studierende und Hochschulbeschäftigte.

Die Gewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der Frankfurter Goethe-Universität haben sich besorgt darüber gezeigt, dass der mutmaßliche Rechtsterrorist Franco A. sich offenbar an der Hochschule immatrikuliert hat.

Universitäten stünden „immer direkt im Fadenkreuz der Feinde der Demokratie“, sagte Johannes Borst-Rachor von Verdi. „Daher erwarten wir, dass Hochschulleitung, Politik und Polizei alles tun, um uns zu schützen.“ Franco A. stelle potenziell eine Gefahr für Studierende und Beschäftigte dar.

Der Asta der Universität hatte Ende Juli öffentlich gemacht, dass Franco A. sich laut Recherchen linker Gruppen für Jura eingeschrieben habe. A. steht derzeit in Frankfurt vor Gericht, weil er sich eine Scheinidentität als syrischer Flüchtling besorgt hatte und zudem Waffen besessen und Anschläge auf Personen des öffentlichen Lebens geplant haben soll. Die Festnahme des Bundeswehroffiziers Anfang 2017 hatte eine Debatte über Rechtsradikale in der Truppe ausgelöst.

Die Universitätsleitung hat A.s Immatrikulation bislang nicht offiziell bestätigt, sich aber in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Fachbereich Rechtswissenschaften gegen „jegliche extremistischen und terroristischen Einstellungen und Handlungen“ und für „ein Klima des freien Meinungsaustauschs auf demokratischer Grundlage“ ausgesprochen.

Verdi und GEW schließen sich der Forderung des Asta an, an der Uni eine „umfassenden Strategie im Umgang mit gewaltbereiten Faschisten“ zu erarbeiten. „Wir beobachten leider seit einigen Jahren eine zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit, die sich auch offen gegen Beschäftigte des Hochschulbetriebs richtet“, sagte Johannes Reinhartz von Verdi. Drohungen gegen Hochschulangehörige etwa im Zuge der Corona-Pandemie könnten „eine reale Gefährdung nach sich ziehen“.

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