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Frankfurt: Gewerkschaft NGG warnt vor Minijobs

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Von: Christoph Manus

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In der Corona-Krise sind nach Zahlen der Gewerkschaft NGG allein im Frankfurter Gastgewerbe rund 2900 Minijobs verloren gegangen.
In der Corona-Krise sind nach Zahlen der Gewerkschaft NGG allein im Frankfurter Gastgewerbe rund 2900 Minijobs verloren gegangen. © Michael Schick

Die Gewerkschaft NGG kritisiert die Pläne zur Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobs. Denn die seien alles andere als krisensicher. Das habe die Pandemie auch in Frankfurt gezeigt.

Die von der Bundesregierung geplante Erhöhung der Verdienstobergrenze für Minijobs von 450 auf 520 Euro im Monat ist nach Ansicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Frankfurt und Region ein Irrweg. „Die Politik baut prekäre und krisenanfällige Stellen weiter aus, statt sie einzudämmen“, kritisiert NGG-Regionalgeschäftsführer Peter-Martin Cox. Die Anhebung der Verdienstgrenze führe zudem zur Verdrängung vieler regulärer Arbeitsplätze.

Minijobs seien nicht krisenfest, urteilt die NGG. Das habe zuletzt die Corona-Krise gezeigt. 450-Euro-Kräfte zählten zu den Hauptverlierern der Pandemie. Allein in Frankfurt seien nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in den zwei Jahren bis Mitte 2021 etwa 5900 Minijobs verloren gegangen, davon rund 2900 im Gastgewerbe. Weiterhin lebten viele Minijobber:innen in ständiger Angst, gekündigt zu werden, sagt Cox. „Dabei haben sie weder Anspruch auf das Arbeitslosen- noch auf das Kurzarbeitergeld.“

Die NGG fordert die Bundestagsabgeordneten in der Region auf, sich für eine grundlegende Reform der Minijobs einzusetzen. Für diese müsse schon ab dem ersten Euro Sozialversicherungspflicht gelten. Dabei verweist Cox auf den Koalitionsvertrag. Dort stehe schließlich, es müsse verhindert werden, „dass Minijobs als Ersatz für reguläre Arbeitsverhältnisse missbraucht oder zur Teilzeitfalle werden“.

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