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Frankfurt: Gewerkschaft kritisiert Sparvorschläge bezüglich Kitas

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Von: Sandra Busch, Florian Leclerc

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Über die Größe von Kita-Gruppen ist eine Debatte entbrannt. Foto: Renate Hoyer
Über die Größe von Kita-Gruppen ist eine Debatte entbrannt. © Renate Hoyer

Die Gewerkschaft GEW lehnt mögliche Kürzungen in Frankfurter Kitas ab. Diese hatte der Landesrechnungshof vorgeschlagen.

Die Bildungsgewerkschaft GEW lehnt die Vorschläge des Hessischen Rechnungshofs zu Kürzungen in Frankfurter Kitas ab. Der Landesrechnungshof hatte in seinem Großstädtebericht vorgeschlagen, die Kindergruppen von 20 auf 25 Kinder heraufzusetzen, die Gebührenfreiheit für drei- bis sechsjährige Kinder aufzuheben und die übertarifliche Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern zu hinterfragen. Walter Wallmann, der Präsident des Landesrechnungshofs, hatte den Stadtverordneten in einem nicht-öffentlichen Ausschuss dazu Rede und Antwort gestanden.

„Diese Rechnung geht zu Lasten der Beschäftigten, der Kinder und Familien“, kritisierte die Vorsitzende der Frankfurter GEW, Laura Preusker. „Die Vorschläge stellen eine tiefe Missachtung der Pädagog:innen in den Kitas dar“, sagte sie. Die Arbeit in Kitas sei anspruchsvoll und benötige dringend eine weitere Aufwertung. „Das hat sich bis zum Rechnungshof wohl noch nicht herumgesprochen.“

Stadtschüler:innenrat: Schulen schon jetzt überlastet

Sebastian Guttmann, der Co- Vorsitzende des GEW Bezirksverbands Frankfurt, warf dem Rechnungshof „neoliberale Kürzungsabsichten“ vor. Mit Bezug auf die vorgeschlagene Erhöhung der Gruppengrößen sagte er, in Zeiten wie diesen, in denen die Belastungen für die Kinder offensichtlich seien, dürften sich die Ressourcen nicht verschlechtern.

Auch der Stadtschüler:innenrat lehnt die Vorschläge des Hessischen Rechnungshofes ab. „Es wird Einsparpotenzial bei Verwaltungspersonal und der Besetzung von Sekretariaten gesehen“, sagt Stadtschulsprecher Hannes Kaulfersch. Doch fielen diese Stellen weg, würden Schulleitungen und Lehrkräfte mehr organisatorische und bürokratische Aufgaben übernehmen müssen. „Die sind schon überlastet, und es bliebe weniger Zeit für Schulgestaltung und für die Schülerinnen und Schüler.“

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