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Nach dem Tod von Mahsa Amini: Gewalt bei Iran-Protesten in Frankfurt

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Von: Thomas Stillbauer

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Protest auf dem Opernplatz.
Protest auf dem Opernplatz in Frankfurt. Nach dem Tod der 22-jährigen MAhsa Amini demonstrierten in der ganzen BUndesrepublik Menschen gegen die Regierung im Iran. © Monika Müller

In Frankfurt protestieren etwa 1800 Menschen gegen islamische Staatswillkür im Iran. Die Polizei meldet gewalttätige Zwischenfälle.

Frankfurt – Ihrer Wut auf die iranische Regierung haben rund 1800 Personen am Samstag (24. September) in der Frankfurter Innenstadt Luft gemacht. Sie versammelten sich zunächst vor der Alten Oper, wo sie in Reden und auf Plakaten Frieden und Freiheit für alle politischen Gefangenen in Iran forderten. Vor allem verlangten sie Freiheit und Rechte für Frauen.

„Eine Gesellschaft ohne Freiheit von Frauen ist nicht denkbar“, sagte eine Rednerin am Opernplatz. Die Versammelten riefen „Nieder mit der islamischen Republik in Iran“ und forderten internationale Solidarität.

Nach dem Tod von Mahsa Amini: Iran-Proteste in Frankfurt eskalieren

Im Verlauf der Demonstration kam es zu Zwischenfällen. Wie die Polizei auf Anfrage berichtete, wurde ein Mann angegriffen, der am Goetheplatz Protestierende fotografierte. Als die Kamera zu Boden fiel, lief ein anderer Mann damit weg, verfolgt von einer wütenden Menge, die einen Spion des Regimes vermutete. Videoaufnahmen zeigen Gerangel vor einem Geschäft in der Goethestraße; Polizisten schützen einen Mann im Ladeneingang.

Anlass der Proteste am Samstag in der ganzen Bundesrepublik war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini, die wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die islamische Kleiderordnung in Iran von der Sittenpolizei festgenommen worden und später zu Tode gekommen war.

Nach Iran-Protesten in Frankfurt: Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf

Einen weiteren Vorfall in Frankfurt hätten zwei Männer angezeigt, die wegen des Schwenkens einer iranischen Flagge angegriffen worden seien, berichtete die Polizei. Am späteren Abend schließlich warfen zwei Männer nach Polizeiangaben Brandsätze in den Eingangsbereich des Generalkonsulats der Islamischen Republik Iran, die aber nur eine Fußmatte „mittels Feuer beschädigt“ hätten. Der Staatsschutz der Frankfurter Kriminalpolizei habe Ermittlungen aufgenommen. (ill)

Seit dem Tod von Mahsa Amini finden im Proteste gegen die Regierung im Iran statt. Diese geht mit Gewalt gegen die Demonstrierenden vor, und auch auf Seite der Regimegegner nimmt die Gewaltbereitschaft zu.

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