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Frankfurt: GEW beklagt fehlende Lehrkräfte

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Von: Christoph Manus

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Ein Schild zum Lehrerzimmer.
Die GEW befürchtet eine zunehmende Belastung der Lehrkräfte in Frankfurt, weil viele Stellen unbesetzt seien. © Daniel Karmann/dpa

Viele Schulen in Frankfurt arbeiten derzeit nach Angaben der GEW im Notbetrieb, weil Lehrerstellen nicht besetzt seien. Die Gewerkschaft erhebt weitere schwere Vorwürfe.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die derzeitige Personalsituation an den Frankfurter Schulen scharf. Der Bezirksverband Frankfurt bekomme täglich von Schulen im Stadtgebiet berichtet, dass die für die Abdeckung des Unterrichts notwendigen Lehrkräfte fehlten, teilte dieser am Dienstag mit. „Vieles kann nur noch im Notbetrieb stattfinden, die ohnehin schon hohe Belastung steigert sich weiter“, beklagt die GEW. Und fordert ein rasches Handeln. Schulen und Bildungsverwaltung müssten so ausgestattet werden, dass sie ihre Aufgaben bewältigen können.

Ein Grund für den akuten Lehrkräftemangel sei, dass Einstellungen nicht realisiert worden seien, weil keine Personen für die Stellen gefunden werden konnten, heißt es in der Mitteilung des GEW-Bezirksverbands. Hinzu kämen Erkrankungen, so dass jede Woche eine große Anzahl von Schulstunden vertreten werden müsse. Das aber führe zu einer zusätzlichen Belastung für die verblieben Lehrkräfte an den jeweiligen Schulen.

GEW Frankfurt: Gehälter von neuen Lehrkräften zum Teil noch nicht ausgezahlt

Nach Angaben der GEW warten zudem viele neu eingestellte Lehrkräfte sechs Wochen nach Unterrichtsbeginn immer noch auf ihre Bezahlung, weil das Staatliche Schulamt viele Verträge nicht zum eigentlichen Einstellungstermin fertiggestellt habe. „Dies ist für die betroffenen Kolleg:innen eine unzumutbare Situation!“, kritisiert die Gewerkschaft. Sie befürchtet, dass einige sich nun nach einer Beschäftigung umsähen, „mit der sie ihren Lebensunterhalt auch tatsächlich bestreiten können“. Doch das verschlechtere die Situation an den Schulen dann noch mehr.

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