Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Stadt hält die Impfung für das beste Mittel gegen die Pandemie.
+
Die Stadt hält die Impfung für das beste Mittel gegen die Pandemie.

Corona

Frankfurt: Gesundheitsdezernent warnt vor steigenden Infektionszahlen

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
    schließen

Dezernent Majer befürchtet, dass die Krankenhäuser in Frankfurt an ihre Grenzen stoßen werden.

Die Corona-Situation in den Krankenhäusern wird sich zuspitzen – zu diesem Schluss kam Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) im Sozial- und Gesundheitsausschuss am Donnerstag. Der starke Anstieg der Infektionszahlen bereite ihm Sorge. „Wir werden so rasch an die Grenzen kommen, was in den Krankenhäusern leistbar ist.“

Am Donnerstag lag die Inzidenz in Frankfurt bei 142,5. In der Kalenderwoche 42 seien 879 Neuinfektionen registriert worden – ein starker Anstieg zur vorherigen Kalenderwoche, so Majer. Die Zahlen stiegen aktuell wieder in allen Altersgruppen. Der Dezernent sprach weiterhin von einem diffusen Infektionsgeschehen. „Der Ansteckungsort bleibt meistens unklar.“

Majer erwähnte, dass es in zwei Altenheimen je einen großen Ausbruch mit mehr als zehn Fällen gegeben habe. In acht weiteren Heimen gebe es vereinzelte Fälle, die durch Reihentests aufgefallen sind. Unter den Infizierten seien auch Teile des Pflegepersonals. Diese hätten dank Impfung zwar milde Verläufe, aber der Dezernent mahnte an: „Die Leute fühlen sich zu sicher.“ So würden in Kaffee- oder Raucherpausen häufig sämtliche Vorsichtsmaßnahmen vergessen.

In Kitas und Schulen gebe es ebenfalls Einzelfälle. Die Kinder und Jugendlichen hätten ungefähr einen 20-prozentigen Anteil an allen positiv Getesteten. Weil es im Durchschnitt nur drei Fälle in einem Cluster (Klasse, Gruppe, etc.) gebe, „können wir weiterhin von einer niedrigen Ansteckungsquote in diesen Einrichtungen ausgehen“.

Bei den Frankfurter Krankenhäusern gebe es aktuell 30 an Corona erkrankte Menschen, die eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Diese Zahl sei stabil. Kontinuierlich gestiegen sei hingegen die Zahl der Menschen, die auf den Normalstationen wegen Corona behandelt werden müssen. 77 Betten seien derzeit belegt.

Majer machte deutlich, dass alle Krankenhäuser eine deutlich negative Entwicklung erleben werden und es zu Defiziten kommen werde. „Die Maximalversorger kommen in eine richtig schwierige Situation.“ Aktuell gebe es keine Hilfsinstrumente. Majer forderte, dass Bund und Länder nun handeln. „Das wird ein schwieriger Winter.“

Man setze weiterhin auf Impfungen. Täglich würden zwischen 500 und 1000 Menschen im Impfzentrum immunisiert. Auch die mobilen Angebote sollen bis Ende März aufrecht erhalten werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare