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Frankfurt: Gespräche über Hausbesetzung im Gallus

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Von: Christoph Manus

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Eine linke Initiative hat das Haus Günderrodestraße 5, direkt an der S-Bahn-Station Galluswarte, besetzt. Die Immobilie, die abgerissen werden soll, gehört der „FAZ“.
Eine linke Initiative hat das Haus Günderrodestraße 5, direkt an der S-Bahn-Station Galluswarte, besetzt. Die Immobilie, die abgerissen werden soll, gehört der „FAZ“. © dpa

Am Samstag hat eine Initiative das Haus Günderrodestraße im Frankfurter Gallus besetzt. Bisher ist keine Räumung in Sicht. Eigentümer, Mieter, Hausbesetzer und Stadt sind in Gesprächen.

Die Besetzung des Wohnhauses Günderrodestraße 5 im Frankfurter Gallus dauert auch zwei Tage, nachdem eine linke Initiative in die Immobilie eingedrungen ist, an. Die „FAZ“, der das Haus gehört, hat bisher keinen Versuch unternommen, dieses räumen zu lassen. „Wir sind derzeit in Gesprächen mit allen Parteien, um die Situation zu klären“, teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Montagnachmittag auf Anfrage der FR mit. „Dazu gehören die KEG, die aktuell Mieter des Hauses ist, die Evangelische Wohnraumhilfe, die Untermieter der KEG ist, die Stadt Frankfurt und die Hausbesetzer.“ Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin der Initiative „Freiräume statt Glaspaläste“.

Die Initiative will erreichen, dass das Haus bis zum Abriss, der laut „FAZ“ im Frühjahr 2023 beginnen soll, von wohnungslosen Menschen genutzt werden darf. Sie fordert zudem mehr Sozialwohnungen im Quartier „Hellerhöfe“, das das bisherige Zeitungsviertel ersetzen soll.

Die „FAZ“ hebt hervor, dass es im Areal bisher nur 47 Wohneinheiten gebe. Im neuen Wohnquartier entstünden nach aktuellem Planungsstand 506 Wohnungen, davon rund 177 geförderte Wohneinheiten. Wo bisher das besetzte Haus steht, will die Stadt eine Grundschule bauen.

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