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Frankfurt: Kosten für Ringstraßenbahn verdreifachen sich

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Von: Florian Leclerc

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Ein neuer Streckenabschnitt für die Linie 21 in Frankfurt soll bis Ende der 2020er Jahre fertig sein. Die Kosten steigen laut aktueller Schätzung immens.

Frankfurt - Die Kosten für den Bau der sogenannten Ringstraßenbahn zwischen der Straßenbahnhaltestelle in Ginnheim und der Friedberger Warte in Frankfurt verdreifachen sich von etwa 17 auf 52 Millionen Euro. Die aktualisierten Kosten gehen aus der Vorplanungsvorlage hervor, die der Magistrat nun vorgelegt hat. Die Machbarkeitsstudie von SHP-Ingenieure von November 2014 kam noch auf 17,7 Millionen Euro.

Dabei hat sich der Streckenverlauf nur unwesentlich verändert: Die Straßenbahnlinie 21 soll nun auch von der Ginnheimer Landstraße über die Wilhelm-Epstein-Straße, Ernst-Schwendler-Straße, Am Dornbusch, Marbachweg, Homburger Landstraße zur Friedberger Warte fahren.

Ringstraßenbahn in Frankfurt: Zehn Haltestellen geplant

Vorgesehen sind zehn Haltestellen, von denen zwei optional sind, jene am Eisernen Schlag und an der Wetzlarer Straße. Gesetzt sind die Haltestellen Gießener Straße, Marbachweg/Sozialzentrum, Kaiser-Sigmund-Straße, Dornbusch, Platenstraße, Deutsche Bundesbank, eine Verknüpfungshaltestelle zu der geplanten U-Bahn-Linie U4 zwischen Ginnheim und Bockenheim sowie die umgebaute Haltestelle am Markus-Krankenhaus.

Die Ringstraßenbahn soll an der Friedberger Warte beginnen. Foto: Rolf Oeser
Die Ringstraßenbahn soll an der Friedberger Warte beginnen. Foto: Rolf Oeser © ROLF OESER

Die Strecke ist etwa 4,5 Kilometer lang. Der Name Ringstraßenbahn leitet sich von der Form ab, die mehrere Straßenbahnlinien dann miteinander bilden sollen.

Wenn die Stadtverordneten die Vorplanungsvorlage des Magistrats beschließen, werden 3,5 Millionen Euro freigegeben, um eine baureife Planung zu erstellen. Die Stadt Frankfurt und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) sollen sich die Kosten des Gemeinschaftsprojekts teilen: Stadt: 22,8 Millionen Euro, VGF: 29,2 Millionen Euro. Ob das Projekt förderfähig ist, wird geprüft.

Ringstraßenbahn in Frankfurt: 201 Autoparkplätze fallen weg

Den Zeitplan hatte Frankfurts Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) im Verkehrsausschuss im Mai skizziert: Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung soll bis 2024 erfolgen. Das Planfeststellungsverfahren wäre von 2025 bis 2026. Im Jahr 2027 würden die Stadtverordneten den Bau beschließen; die Ausschreibung wäre 2027 oder 2028. Dann müsste noch gebaut werden. Ende der 2020er Jahre ginge die Strecke demnach in Betrieb.

Die Straßenbahn soll in der Straßenmitte gemeinsam mit dem Kraftfahrzeugverkehr fahren, nicht aber zwischen Eckenheimer Landstraße und Gießener Straße, dort mit der U5, und auf eigenem Gleiskörper an der Haltestelle Gießener Straße und an der Ginnheimer Landstraße. Mit Ausnahme der Station Marbachweg/Sozialzentrum sollen an allen Haltestellen auch Busse halten können. 165 Bäume sollen hinzukommen, 201 Autostellplätze fallen weg.

Über die Ringstraßenbahn wird schon lange gesprochen. Sie war bereits Teil des Gesamtverkehrsplans 2005. (Florian Leclerc)

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