KULTUR

Frankfurt: Gemischtes Fazit nach Festivals

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Die Sommerwerft vermeldet Publikumsrekord. Das Stoffel hingegen hat weniger Besucher:innen angezogen

Während die Sommerwerft, das Theaterfestival an der Weseler Werft, nach Angaben der Schauspielgruppe Antagon mit einem neuen Publikumsrekord endete, zieht Stalburg-Theaterchef Michael Herl für das Stoffel, das „Stalburg-Theater Offen Luft“, im Günthersburgpark bei den Besucherzahlen eine negative Bilanz. Unzufrieden mit dem Festival ist er dennoch nicht.

Die Zeiten für Festivals seien in diesem Sommer nicht gut gewesen, sagt Michael Herl. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die Hitze, die Pandemie und die Tatsache, dass vielen in der gegenwärtigen Finanzkrise das Geld nicht mehr so locker sitze, das alles habe sich auch auf die Besucherzahlen des Stoffel ausgewirkt. 100 000 Besucher:innen kamen in den Jahren vor der Pandemie. „In diesem Jahr waren es 30 Prozent weniger“, sagt Herl. Das entspreche dem Bundestrend.

Nach einer Bilanz der Schauspielgruppe Antagon, die die Sommerwerft seit 2002 mit ihrem Verein Protagon veranstaltet, kamen über 120 000 Besucher:innen zu dem internationalen Theaterfestival. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren aufgrund der Corona-Einschränkungen nur eine begrenzte Zahl an Zuschauer:innen die Veranstaltungen besuchen konnten, hätte das Festivalgelände in diesem Jahr wieder barrierefrei zugänglich gemacht werden können, so die Festival-Macher:innen. Die Sommerwerft habe zu ihrer alten Offenheit zurückfinden können.

Obwohl beim Stoffel in diesem Sommer auch weniger gespendet und auch die Einnahmen beim Catering niedriger gewesen seien, ist Michael Herl mit dem Verlauf des Festivals zufrieden. Anders als in den beiden Jahren zuvor, habe es überhaupt in seiner üblichen Form abgehalten werden können. „Und es hat Spaß gemacht“, sagt er.

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