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Diego Velazquez kocht immer mit lauter Musik und gewinnt in der Kategorie „Lateinamerikanische Küche“.

Restaurantführer Frankfurt

Frankfurt geht aus!

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Der Restaurantführer „Frankfurt geht aus! 2017“ erscheint. Es werden 300 Lokalitäten vorgestellt. Zum ersten Mal gibt es die Kategorie „Top 10 Burger“.

Gäbe es die Kategorie „Lässigster Koch von Frankfurt“, dann wäre Diego Velazquez ganz sicher unter den Top 5. Der 25-jährige Peruaner ist vom Coolnessfaktor in der Kategorie Schweinsteiger. Wie Schweini hat er Motivationsmusik. Durch seine Kopfhörer dröhnt US-Punkrock. Er bewegt den Kopf im Rhythmus, als er sein Menü „Ceviche Mixto“, also gegarten Fisch und Meeresfrüchte, zubereitet und Limettensaft im Reagenzglas auf das Gericht gießt. „Er hört immer Punkrock bei der Arbeit. Das funktioniert super“, sagt Daniel Nawenstein. Das scheint zu stimmen.

Im März erst hat Nawenstein sein peruanisches Restaurant „La Cevi“ am Merianplatz eröffnet und nun sind er und sein Küchenchef, der seine Heimatstadt Lima vor drei Monaten erst verlassen hat, auf Platz 1 in der Kategorie Lateinamerika gelandet. Und zwar bei der 28. Edition des „Journal“- Restaurantführers „Frankfurt geht aus! 2017“. Ab heute gibt es diesen am Kiosk zu kaufen. Die 300 besten Restaurants der Stadt sind da in 50 Top-Listen nachzulesen.

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal die Kategorie „Top 10 Burger“. So soll es die besten Burger der Stadt laut der Restauranttester bei „Flechter’s“ in Bockenheim geben. Das Sachsenhäuser Restaurant „A casa di Tomilaia“ landet auf Platz 1 bei „Italien alla Mamma“. Jan Hoffmann, der Koch des Seven Swans am Mainkai, hatte erst vor wenigen Monaten den ersten Michelin-Stern bekommen: Und das schmalste Restaurant Frankfurts mit Mainblick landet jetzt auf Platz 1 in der Kategorie „Dinner for two“.

Der beste Koch der Stadt

Aber wer ist denn nun der beste Koch der Stadt? Diesmal ist das der Sternekoch Andreas Krolik im Lafleur im Palmengarten. Da gibt es sogar Veganes wie gekühltes Tomatensüppchen mit Mandel-und Kräuterreis auf Zwei-Sterne-Niveau. Total im Trend ist das Gustav im Westend (Platz 3 von Frankfurt Exklusiv). Denn Schokoeis ist out, dafür „Gemüse im Dessert“ in. Jochim Busch präsentiert da Erbse mit Joghurt an Fichtensprosse und Dill. Klingt komisch, schmeckt aber richtig gut. Von Platz 1 der „Frankfurter Lieblinge“ wird nach 26 Mal das Café Größenwahn auf Platz 2 verdrängt. Und zwar vom Chairs in Bornheim. Die spannendste Neueröffnung ist das Breeze by Lebua im Frankfurter Hof, einer Filiale des gleichnamigen Restaurants in Bangkok. Dort gibt es Asian Fusion Food auf Fine-Dining-Niveau.

Aber es gibt auch die schlimmsten zehn Restaurants. Das einstige Toprestaurant: Himalajahaus“ in Sindlingen steht da auf der Liste. Auch der Edel-Italiener Volare im Europaviertel ist dabei: Die Tester schreiben: „Das Pils kommt im Rotweinglas“, es gibt „müffiges Thunfischsteak“ und „der Wirt zeigt sich uneinsichtig im Bundeswehrton“.

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