Schulen in Frankfurt

Frankfurt: CDU gegen Tombola an Schulen

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Weiterführende Schulen sollen sich ihre Schülerinnen und Schüler weiterhin aussuchen dürfen.

Die CDU im Römer hat eine Verfügung des Staatlichen Schulamts kritisiert, wonach bei der Vergabe von Plätzen an den weiterführenden Schulen das Los eine viel größere Rolle spielen soll als bislang. „Schulwahl ist keine Tombola“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Sabine Fischer.

Nach der Verfügung können Schulen nur noch Schüler bevorzugt aufnehmen, die als Härtefall gelten, die eine bestimmte erste Fremdsprache oder den Besuch einer Schule mit einem vom Kultusministerium zertifizierten Schwerpunkt wünschen. Den gibt es an nur zwölf Schulen und nur für Musik und Sport. Alle anderen Profile von Schulen – etwa ein Fokus auf Naturwissenschaften – können als Kriterium für eine Auswahl nicht mehr herangezogen werden. Im Ergebnis heißt das: Melden sich zu viele Schülerinnen und Schüler für eine Schule an, werden die meisten Plätze verlost.

„Dadurch wird die Schulwahl noch beliebiger, und das Profil einzelner Schulen geht verloren“, kritisiert Fischer. Der Losentscheid widerspreche „dem Ziel einer echten Wahlmöglichkeit nach Neigung und Begabung“. Der Magistrat müsse sich beim Staatlichen Schulamt dafür einsetzen, dass der Wunsch nach dem Besuch einer Schule mit einem bestimmten Profil weiterhin berücksichtigt wird. geo

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