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Mahnwache gegen Fluglärm an der Paulskirche. Foto:
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Mahnwache gegen Fluglärm an der Paulskirche. Foto:

Frankfurt: Gegen Fluglärm und den Flughafenausbau

Anlässlich der Fraport-Hauptversammlung demonstrieren die Bürgerinitiativen

Die Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau haben sich für ihre Kundgebung einen bedeutenden Zeitpunkt ausgesucht. Zeitgleich mit dem Beginn der Hauptversammlung der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport beginnen sie ihren Protest an der Paulskirche. Während Fraport in diesem Jahr online tagt, bereiten sich die Bürgerinitiativen auf ihr zehnjähriges Jubiläum vor.

„Wir kommen hier heute zusammen, um gegen die völlig verfehlte und verheerende Geschäftspolitik von Fraport und der Luftverkehrswirtschaft zu protestieren“, sagt Monika Wolf vom Bündnis der Bürgerinitiativen.

Fraport hat nach mehr als einem Jahr coronabedingten Stillstands die Inbetriebnahme des Terminals 2 angekündigt. Am ersten Tag nach der Wiedereröffnung hielt sich der Andrang der Reisenden allerdings noch in Grenzen. Auch die Landebahn Nordwest, die monatelang als Parkfläche für Flugzeuge genutzt worden war, wird wieder in Betrieb genommen.

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Klimapolitik der Bundesrepublik und dem Stillstand während der Pandemie habe sich die Aktivistin eine andere Reaktion seitens des Unternehmens gewünscht. „Wir sind keine Flughafengegner. Aber Fraport muss die Belange der Menschen endlich ernst nehmen, besonders beim Ausbau des Flughafens“, sagt Wolf. Derzeit laufen die Bauarbeiten für ein drittes Terminal.

Die Bürgerinitiativen fordern, die Anzahl der Inlandsflüge zu reduzieren. Nicht nur aus lärmtechnischen Gründen findet die Forderung in der Klimabewegung Gehör. Alexis Passadakis von Attac Frankfurt spricht auf der Kundgebung den städtischen Koalitionsvertrag zwischen den Grünen, der SPD, der FDP und Volt an, in dem von einem klimaneutralen Flughafen bis 2040 die Rede sei. „Klimaneutrales Fliegen ist eine Schimäre. Am Boden bleiben ist die einzig kluge Klimapolitik.“

Der Weg des Flughafens müsse sozialverträglich gestaltet werden, sagt Passadikis. „Unser Vorschlag ist eine Zukunftskommission, die den Beschäftigten eine Perspektive bietet. Wir sehen die Stadt Frankfurt in der Pflicht.“

Auf dem Boden bleiben möchte auch die Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (SPD). Als Mitglied des Parlamentskreises Fluglärm und kritische Aktionärin bei Fraport steht sie bei der Kundgebung im Publikum. „Neben Kurzstreckenflügen ist auch die Bahn das Problem. Nur wenn wir mehr Schienen und günstigere Tickets schaffen, können wir den Fluglärm reduzieren.“ mit dpa

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