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Frankfurt: Gegen den Tunnel im Grüneburgpark

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Von: Florian Leclerc

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Auch der Grüneburgpark bekommt den Hitzesommer zu spüren.
Auch der Grüneburgpark bekommt den Hitzesommer zu spüren. Foto: Rolf Oeser © Rolf Oeser

Die Bürgerinitiative Grüneburgpark und die Aktionsgemeinschaft Westend informieren über den geplanten U-Bahn-Tunnel im Grüneburgpark. Derweil wird das Grundwasser untersucht.

Die Bürgerinitiative Grüneburgpark und die Aktionsgemeinschaft Westend, die sich personell überschneiden, laden Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag zu einem Informationsstand in den Grüneburgpark ein. Von 17 bis 19.30 Uhr geben die Aktivistinnen und Aktivisten nahe der August-Siebert-Straße Auskunft über den geplanten Ausbau der U-Bahn-Linie 4.

In einer Variante könnte die U-Bahn den Grüneburgpark untertunneln. Das ist nicht im Interesse der Bürgerinitiative Grüneburgpark und der Aktionsgemeinschaft Westend, wie die Veranstalterin Gisela Becker mitteilte. „Zwischen August-Siebert-Straße und Verkehrsgarten ist der Tunnelverlauf geplant, der die Grundwasserströme und die Bäume zerstören wird. Die Planung ist ein Schildbürgerstreich“, sagte sie.

Auswirkungen des Tunnelbaus werden untersucht

Die Goethe-Universität sei bereits sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar. Eine Verlängerung der U4 von Bockenheim nach Ginnheim sollte ihrer Ansicht nach am Park vorbeigeführt werden. Die sogenannte Variante 1 sei darüber hinaus noch günstiger als die Variante unter dem Park. Die Variante 1 würde allerdings am Botanischen Garten halten, nicht direkt am Campus Westend.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) lässt die Auswirkungen eines Tunnelbaus durch den Grüneburgpark derzeit untersuchen. Grundwassermessstellen, also Brunnen, wurden gebohrt. Das Grundwassermonitoring läuft von Herbst 2022 bis Herbst 2023 und fließt in ein hydrogeologisches Gutachten ein. Auch ein geologisches, ein geotechnisches und ein Baumwertgutachten werden erstellt. Anhand der Ergebnisse sollen die Stadtverordneten in Frankfurt dann Anfang 2024 über den Ausbau der U4 abschließend entscheiden.

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