Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Weihnachtsshopping06_301120_1
+
Die Black Week lockt am ersten Adventssamstag in die Läden im My Zeil.

Frankfurter Innenstadt am Adventssamstag

Black Week: Dichtes Gedränge auf der Zeil

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
    schließen

Rabattaktionen und Weihnachtseinkäufe sorgen für einen fast normalen Samstag in Frankfurt.

  • In der Frankfurter Innenstadt kam es am Adventssamstag zu dichtem Gedränge.
  • Zahlreiche Geschäfte boten Rabattaktionen an, um das Weihnachtsgeschäft anzukurbeln.
  • Der Black Friday wurde zur Black Week erweitert. Vor einigen Kaufhäusern kam es zu Einlasskontrollen.

Frankfurt - Es hätte klappen können. Zumindest an einem normalen ersten Adventssamstag in der Frankfurter Innenstadt. Schnurstracks läuft ein Mann auf den Laden Footlocker zu, ehe ihm der Mitarbeiter den Eintritt verwehrt und auf die Schlange deutet, die sich wenige Meter entfernt vor dem Schuhgeschäft angesammelt hat. „Oh“, sagt der Mann nur, als er sich umdreht, die Menschenreihe bis zur anderen Straßenseite sieht und dann lachend weitergeht. So lange für ein paar neue Sneaker zu warten, dafür ist ihm seine Zeit offensichtlich doch zu schade. Der Footlocker-Mitarbeiter in seinem schwarz-weißen Outfit winkt indes den nächsten Kunden herbei, sprüht ihm Desinfektionsmittel auf die Hände und stellt sich wieder vor die Tür. Der neue Alltag in Zeiten der Coronavirus-Pandemie.

Black Friday in Frankfurt: Einlasskontrollen vor den Kaufhäusern

Das anstehende Weihnachtsfest sowie die vielen verlockenden Angebote des Black Fridays, der von fast allen Geschäften zur Black Week erweitert wurde*, haben trotzdem Tausende auf die Zeil gelockt und für lange Schlangen vor den beliebtesten Kaufhäusern gesorgt. Ob Douglas, H & M, Zara oder Görtz – überall sind aufgrund der Corona-Einschränkungen die Kundenzahlen in den Geschäften limitiert. Und ab Dienstag werden die Auflagen weiter verschärft. Während die Einlasskontrollen in fast allen Kaufhäusern ohne große Probleme klappen, drängen sich die Menschen durch die Glastüren des Galeria Kaufhofs ohne auf Abstände zu achten. Zwei Security-Mitarbeiter tippen zwar auf ihr Handy ein, wie viele Leute rein- und rausgehen – der eine klickt auf einen grünen, der andere auf einen roten Button. Wirklich durchdacht ist das Ganze aber nicht. Einerseits, weil auf der anderen Seite des Kaufhauses ebenfalls Kunden reinströmen und dort niemand zählt. Andererseits tummeln sich die allermeisten im Erdgeschoss und stehen sich vor Schmuck- und Uhrenvitrinen sowie Sonnenbrillenständen auf den Füßen.

Frankfurt in der Vorweihnachtszeit: Manches Geschäft geht am Black Friday leer aus

Auf der Freßgass hingegen ist kaum etwas los. Die Bude, die Würstchen, Crêpes und Glühwein verkauft, kann sich über das größte Interesse freuen. Die Stühle und Tische der Cafés sind hingegen von rot-weißen Absperrbändern umgeben, die Lichter der Läden ausgeschaltet.

Lange Schlangen vor dem Footlocker auf der Zeil.

Die brennen zwar im Vilebrequin, dem Bademodengeschäft in der Kleinen Bockenheimer Straße, aber es ist kein einziger Kunde an diesem Samstag gekommen. „Ich sehe die Schlange bei Moncler und habe Pipi in den Augen“, sagt der Mitarbeiter, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen will. Die Bademodenkäufe für Kreuzfahrten und Fernreisen hätten das Geschäft immer mühelos durch den Winter gebracht. „Wenn du aber beides nicht hast, wird es extrem schwierig“, erklärt er. Klar, es kaufe auch nicht jeder eine Badehose für 200 Euro, aber die Menschen würden ihr Geld ja trotzdem ausgeben. „Wenn die Leute nicht wegkönnen, kaufen sie sich ihren Kaschmirpullover fürs Sofa“, sagte der Verkäufer, der bis zum Abend in Ruhe seinen Krimi von Martha Grimes weiterlesen wird.

Black Friday auf der Zeil: Bücher erfreuen sich großer Beliebtheit

Gute Bücher gibt es im Hugendubel reichlich und entsprechend groß war hier bereits der Andrang vor der Adventszeit. „Das Buch ist eben das perfekte Geschenk“, sagt Paul-Herrmann Gruner, der zusammen mit der Fotografin Anne Meuer seinen neuen Sammelband „CO-RO-NA“ im Buchgeschäft präsentiert. Es sei stetes Interesse für das Thema da, „wenngleich viele eine melancholische und depressive Art ihm gegenüber entwickeln“, findet Gruner.

Meuer findet es erstaunlich, und erfreulich, dass so viele die analoge Art, Bücher zu kaufen, vorziehen. „In einem Buch zu blättern, es wegzulegen und dann ein anderes zu nehmen, um darin zu schmökern, das kann mir kein Onlineportal ersetzen“, sagt die Fotografin. (Timur Tinç) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare