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James Ardinast (Vorstand der Initiative Gastronomie Frankfurt) und Bruder David (rechts) sind Inhaber der „Bar Shuka“. Bild: Michael Schick
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James Ardinast (Vorstand der Initiative Gastronomie Frankfurt) und Bruder David (rechts) sind Inhaber der „Bar Shuka“. Bild: Michael Schick

Corona

Frankfurt: Gastronomen sind von Corona-Lockerungen enttäuscht

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Je nach Inzidenz-Lage könnten die Außenterrassen im März geöffnet werden. Der Frankfurter Gastronom James Ardinast findet den Plan für die Lockerungen zu kompliziert und keine Perspektive.

Die Corona-Beschränkungen sollen stufenweise zurückgenommen werden. Auch in der Gastronomie. Lockerungen gibt es aber nur je nach Inzidenz-Lage. Möglicherweise könnte ab dem 22. März die Außengastronomie öffnen. Bei einer Inzidenz unter 50. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 müssen in der Außengastronomie Termine gebucht und negative Tests vorgelegt werden. Über 100 tritt die Notbremse in Kraft. Gastronom James Ardinast findet den Plan zu kompliziert und keine Perspektive.

Herr Ardinast, Friseure haben schon offen, Buchhandlungen und Blumengeschäfte folgen. Es gibt nun einen Stufenplan für die Lockerungen. Ist der für Sie in der Gastronomie eine Perspektive?

Nicht wirklich. Es ist super schwer zu durchblicken, wann was in Kraft tritt. Von daher lässt sich eine Perspektive gerade nur schwer erkennen.

Aber zumindest ist die Gastronomie bedacht. Eine Öffnung hängt allerdings von der Inzidenz ab.

Da sind viele Wenn und Aber mit dabei. Die Gastronomie ist erwähnt, es gibt ein Datum für eine eventuelle Öffnung der Terrassen. Den 22. März. Da sind aber noch nicht die Fragen beantwortet: Dürfen wir dann aufbleiben, wie lange dürfen wir aufbleiben, was passiert bei schlechtem Wetter? Gastronomien haben recht komplexe Strukturen und können nicht einfach auf- und zugemacht werden. Von daher können wir nur wenig damit anfangen. Es fühlt sich eher wie eine Hinhaltetaktik an, als eine wirkliche Antwort auf die Frage, wann wir wieder öffnen dürfen.

Sind die Gastronom:innen nun wütend?

Es ist eher eine Enttäuschung. Wobei viele haben gar nicht mehr die Kraft und erwarten nicht mehr so viel. Man darf nicht vergessen: Wir sind seit November vergangenen Jahres im Lockdown. Wir sind jetzt im fünften Monat. Zwischendrin hatten wir vergangenes Jahr mal vier Monate geöffnet. Unsere Mitarbeiter:innen laufen auf dem Zahnfleisch. Und die Unternehmer:innen auch. Über den Kreisverband des Gastgewerbes Dehoga und die Initiative Gastronomie hört man immer mehr, dass Leute aufgeben wollen. Sie verlieren die Perspektive, sie verlieren den Mut. Klar gibt es auch welche, die wütend sind. Das sind aber die wenigsten.

Was wären Ihre Vorschläge für eine Öffnung der Gastronomie?

Dass wir ganz konkret darüber reden: Wann und wie machen wir auf, wie bleiben wir auf. Und das sollte nicht an die Inzidenz gekoppelt sein. Schließlich wird geimpft, ab nächster Woche gibt es die Möglichkeit der Schnelltests. Viele Gastronomien haben vor dem zweiten Lockdown Geld in Hygienemaßnahmen gesteckt. Wir selbst 20 000 Euro. Darüber muss man doch mal reden. Und nicht: Zwischen 35 und 50 ist es so, zwischen 50 und 100 so, wenn das drei Tage so ist, dann geht es wieder einen Schritt zurück. Das ist so unglaublich kompliziert. Es ist nicht klar zu erkennen, was der Fahrplan ist. Wir wünschen uns da einfach mehr Transparenz.

Interview: Sandra Busch

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