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Das Infektionsrisiko ist in Innenräumen deutlich höher.
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Das Infektionsrisiko ist in Innenräumen deutlich höher.

Frankfurt

Corona-Ausbruch: Gäste infizierten sich nicht im Club – Betriebe fühlen sich stigmatisiert

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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  • Kathrin Rosendorff
    Kathrin Rosendorff
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30 Menschen werden nach einer Party positiv auf Corona getestet. Die Stadt spricht von einer „Clubveranstaltung“. Doch die Feier ist in einem Bürogebäude.

Frankfurt – Nachdem am Donnerstag (22.07.2021) bekannt geworden ist, dass 30 Gäste einer Veranstaltung in Frankfurt positiv auf Corona getestet wurden und die Stadt in dem Zusammenhang von einer „Clubveranstaltung“ sprach, regt sich nun Kritik in der Club- und Gastronomieszene.

Robert Mangold, Vorstandsvorsitzender der Dehoga Frankfurt, sagte am Freitag der FR: „Es war kein Club, es war ein Gastrodienstleister in einem Bürogebäude, der für seine Klientel eine Party draußen organisiert hatte.“ Als es regnete, seien die Gäste ins Gebäude gegangen. „Der Fehler war, dass die Veranstalter nicht mit einem Hygienekonzept für eine Feier drinnen vorbereitet waren.“

Corona-Infektionen in Frankfurt: Veranstalter ist kein Clubbetreiber

Dieser Gastrodienstleister sei weder Mitglied der Dehoga noch sei er bei der Initiative Gastronomie Frankfurt vertreten. „Die Clubbetreiber, die bei uns Mitglied sind, achten auf die Einhaltung der Hygienevorschriften. Das zu betonen, ist uns sehr wichtig, weil wir nicht immer als Treiber der Pandemie stigmatisiert werden wollen.“ Solche Spreader-Veranstaltungen fänden privat oder eben bei „Twilight Zones“, also Grauzonen-Partys ohne Hygienekonzept, statt. Bei den steigenden Inzidenzzahlen und den Mutationen des Coronavirus, müsse man sich strikt an die Hygienevorschriften halten. Bei Innenveranstaltungen sei ein Nachweis einer vollständigen Impfung, einer Genesung oder ein Negativ-Test unabdingbar. Den Namen des Veranstalters will Mangold aus Diskretionsgründen nicht nennen. „Ich hoffe, dass sie ihre Lektion gelernt haben und sich künftig auch an die Hygienevorschriften halten.“

Victor Oswalt, Vorstandsreferent beim Verband „Clubs am Main“, sagte: „Die Clubs stellen sich seit über einem Jahr auf die Situation ein, arbeiten Hygienekonzepte aus und tragen mit Maßnahmen wie etwa Tests und Kontrollen dafür Sorge, sichere Veranstaltungen anbieten zu können.“ Es sei deshalb unverständlich, warum Clubs bei Außenveranstaltungen sehr strenge Auflagen beachten müssten, die dazu führten, dass keine Tanz-Partys angeboten werden könnten.

Ordnungswidrigkeit wird nach Corona-Ausbruch in Frankfurt geprüft

Ein Corona-Ausbruch sei unabhängig vom Ort immer fatal für alle Beteiligte und die Gesundheit stehe an erster Stelle. Dennoch dürften solche Vorfälle nicht in falsche Zusammenhänge gebracht werden. „Und in diesem Falle hatte die Veranstaltung mit Clubkultur nichts zu tun. Es wäre schmerzlich, wenn aufgrund dieser Situation ein negatives Bild auf die Clubs fällt“, so Oswalt.

Das Gesundheitsamt erklärte auf FR-Nachfrage, dass im bekanntgewordenen Fall ein Ordnungswidrigkeitsverfahren geprüft werde. Genehmigungen für künftige Events des Veranstalters seien nicht automatisch ausgeschlossen. Mit konkreteren Auflagen müssten dann solche Partys geregelt werden. Pandemiebedingt gelte immer noch ein Tanzverbot in Innenräumen. (Steven Micksch und Kathrin Rosendorff)

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